– Italien befindet sich derzeit aufgrund extremer Hitze im Ausnahmezustand. Auch die Region rund um den Gardasee ist betroffen. Der Präsident des Ortsvereins warnt eindringlich.
Ganz Südeuropa leidet unter erstickender Hitze. Vielerorts steigt das Thermometer über 40 Grad. Zudem verursacht extreme Dürre zahlreiche Waldbrände. Aufgrund geringer Niederschläge und fortschreitender Trockenheit führen viele fließende und stehende Gewässer deutlich weniger Wasser als sonst. Der Wasserstand liegt stellenweise deutlich unter dem Durchschnitt der Vorjahre.
Aus diesem Grund warnen auch lokale Behörden davor, in den Gardasee zu springen. Pierlucido Ceresa, Präsident des Gemeindeverbandes, wählt gegenüber der Bild-Zeitung eindringliche Worte: „Nicht in den Gardasee springen!“ Eltern sollten auch darauf achten, dass ihre Kinder nicht von Stegen oder Hochpunkten ins Wasser springen. Baden ist an dem beliebten See aber weiterhin erlaubt.
Aufgrund der starken Hitze haben die Städte Mailand und Venedig bereits beschlossen, die Brunnen in der ganzen Stadt zu schließen, um Wasser zu sparen. Die Regierung von Rom hat bereits den Dürrenotstand in den Regionen Lombardei, Piemont, Venetien, Friaul-Julisch Venetien und Emilia-Romagna ausgerufen.
Auch am Gardasee sorgen Waldbrände für Probleme. Im nördlichen Teil, nahe Nago-Torbole, brachen mehrere Tage lang immer wieder Waldbrände aus. Feuerwehrleute bekämpfen nach offiziellen Angaben mehrere Brände auf dem Berg Monte Baldo auf einer Fläche von rund 45 Hektar. Das Gebiet wird auch mit Drohnen überwacht.