Stand: 19.07.2022 06:20 Uhr
Im ganzen Norden werden heute und morgen extrem hohe Temperaturen erwartet: Lokal kann es bis zu 40 Grad heiß werden. Besonders kranke Menschen, aber auch ältere Menschen und Kleinkinder sind gefährdet. Es erhöht auch die Gefahr von Waldbränden.
Grund für die Hitze ist eine Hochdruckzone, die heiße Luftmassen aus dem Südwesten nach Norddeutschland strömen lässt. Heute wird es in Schwarzenbek voraussichtlich bis zu 34 Grad heiß, Hamburg schwitzt mit 36 Grad, Braunschweig mit 37 Grad und Lingen kann sogar bis zu 40 Grad heiß werden. Für weite Teile Norddeutschlands gilt eine Hitzewarnung.
Die Ostsee wird nach Einschätzung von Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den kommenden Tagen einen mäßigenden Einfluss auf die Temperaturen haben. Allerdings beschränkt sich dies auf den Küstenbereich und das angrenzende Binnenland. Durch die Temperaturunterschiede zwischen Wasser und Land entsteht eine Windströmung in Richtung Küste, der sogenannte Seewind. In Mecklenburg-Vorpommern ist es vielerorts noch heiß. „Die Höchstwerte liegen innen bei 35 bis 38 Grad. Zwischen Rügen und Usedom sowie auf dem angrenzenden Kontinent Vorpommern werden 28 bis 34 Grad erwartet.“
In weiten Teilen Niedersachsens stiegen die Temperaturen am Montag auf über 30 Grad.
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Auch der Mittwoch wird heiß
Morgen werden Höchstwerte von bis zu 37 Grad in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erwartet, weitere 34 Grad in Hamburg. In Niedersachsen hingegen kühlt es wieder etwas ab. Nachts sind es etwa 10 Grad Celsius. Denn von Westen zieht bereits eine Luftmassengrenze nach Norden, was zu Schauern und Stürmen führt.
„Sie können auch stark werden“, sagte Meteorologe Sven Plöger im Gespräch mit NDR Info. Angesichts der Dürre ist dies jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Stürme bringen normalerweise starke Regenfälle. Wenn sie trockenen Boden berühren, nehmen sie ihn oft nicht auf, und selbst guter Boden kann mitgerissen werden.“ Seit 2018 gibt es konstante durchschnittliche Niederschlagsdefizite. „Wenn man die Hand auf den Boden legt, hat man oft das Gefühl, Staub aus der Sahara in der Hand zu haben.“
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Trinken und im Schatten bleiben
„Sonnenbrand, Kopfschmerzen und Sonnenbrand durch zu starke direkte Sonneneinstrahlung sind die größten Gefahren“, sagte Jan-Arne Lauffs, Leiter der Zentralen Notaufnahme der Notaufnahme der Universität Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Hamburger Behörden und Feuerwehr warnten vor Hitzestress. „Trinken Sie ausreichend, vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und körperlich anstrengende Tätigkeiten, halten Sie Ihr Zuhause kühl“, empfahl die Gesundheitsbehörde. Gerade Kinder, ältere und unterstützungsbedürftige Menschen können Risiken nicht genau einschätzen und sind daher anfällig für Probleme. Ältere Menschen, insbesondere Alleinlebende, sind bei hohen Temperaturen besonders gefährdet. Deshalb rief Schweriner Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) die Menschen dazu auf, aufeinander Acht zu geben.
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Hitzewellen als Folge der globalen Erwärmung
Laut Meteorologe Andreas Friedrich sind Hitzewellen, wie sie diese Woche in Deutschland prognostiziert werden, eine Folge der Erderwärmung. „Seit dem berühmten ‚Jahrhundertsommer‘ 2003 haben wir zwar nicht jedes Jahr 40 Grad erlebt, aber immer häufiger“, sagte der Tornado-Beauftragte des DWD den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Aufgrund der bereits eingetretenen globalen Erwärmung. Diese Hitzewellen mit Temperaturen über 30 Grad sind intensiver und häufiger geworden. „Dieser eindeutige Zusammenhang lässt sich aus den Daten ablesen“, sagte Friedrich.
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Die Deutsche Bahn bietet eine spezielle Kulanzvereinbarung an
Die Deutsche Bahn hat eine besondere Kulanzvereinbarung angekündigt. Alle Fahrgäste, die am Dienstag oder Mittwoch auf ihre Fahrt verzichten wollen, könnten das bereits gebuchte Fernverkehrsticket bis einschließlich 27. Juli flexibel nutzen, sagte eine Bahn-Sprecherin. Diese Regelung gilt auch für zugbezogene Tickets, also Spar- und Supersparpreise. Sitzplatzreservierungen können ebenfalls kostenlos storniert werden.
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Dieses Thema im Programm:
NDR-Informationen Aktuell | 18.07.2022 | 09:45 Uhr