Hitze: Freibadklima bundesweit

Dieser 18. Juni könnte in einigen Teilen Deutschlands der bisher heißeste Tag des Jahres werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor hoher und stellenweise extremer Hitzebelastung.

Besonders heiß soll es laut DWD in einem Streifen werden, der sich vom Südwesten Deutschlands, nämlich Baden, Rheinland-Pfalz und Saarland, über das Rhein-Main-Gebiet, Unterfranken und Thüringen bis nach Sachsen und Südbrandenburg erstreckt. Dort werden bis zu 35 Grad erwartet. Am Oberrhein rechnen Meteorologen mit bis zu 38 Grad.

Auch der DWD warnt für das gesamte Bundesgebiet mit Ausnahme der Küstengebiete von Nord- und Ostsee vor hoher UV-Strahlung und rät zu Schutzmaßnahmen.

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In der frischen Luft! Ein Freibad in Köln

(Foto: Christian Knieps / dpa)

Grund für die Hitzewelle ist ein Hochdruckgebiet, das am Samstag in den Osten des Landes zieht. Dadurch bekommen wir heiße Luft aus Südwesteuropa, die sich bis in weite Teile Deutschlands erstreckt.

Spanien

Wie die spanische Zeitung Das Land Er schreibt, einige Teile des Landes seien im Juni von einer ungewöhnlich starken Hitzewelle betroffen gewesen. Die schlimmste Hitzewelle im Juni seit 1950 hat die Iberische Halbinsel mit Temperaturen von örtlich über 44 Grad heimgesucht. In Städten seien die Menschen am Samstag oft zu Springbrunnen, Eisdielen und klimatisierten Einkaufszentren gegangen, um sich abzukühlen, berichteten Medien. Einige der Strände an der Mittelmeer- und Atlantikküste waren bereits in den frühen Morgenstunden voll. Der Rekord für diese Hitzeperiode wurde am vergangenen Freitag im andalusischen Andújar mit 44,2 bis 44,3 Grad gemessen. Der absolute Rekord wurde im vergangenen August in Montoro de Andalucía gemessen: 47,4 Grad.

In den drei Landkreisen Aragon, Navarra und Rioja wurde im Ebrotal die höchste Hitzealarmstufe aktiviert. Das Baskenland, die Region Madrid, Katalonien und Andalusien haben Warnungen der zweiten Stufe.

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Ein Temperaturanzeiger in Sevilla. Die Hauptstadt Andalusiens ist eine der heißesten Städte Europas, obwohl dieses Thermometer in der Sonne steht und die tatsächliche Lufttemperatur wahrscheinlich etwas niedriger ist.

(Foto: Angel Garcia / dpa)

Auch an der spanischen Biskaya-Küste im Norden des Landes, etwa in den drei Großstädten Bilbao und Donostia/San Sebastián, soll es am Samstagnachmittag mehr als 40 Grad erreichen. Für diese Region, die oft auch im Sommer ein kühles Atlantikklima hat, ist der Juni eine absolute Seltenheit. In Nordspanien lägen die Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad über dem Maximum, das zu dieser Jahreszeit in dieser Region zu erwarten sei, sagte ein Sprecher des staatlichen Wetterdienstes.

Hitze und Dürre haben zum Ausbruch zahlreicher Waldbrände geführt, die nach offiziellen Angaben in wenigen Tagen bereits gut 25.000 Hektar in verschiedenen Teilen Spaniens vernichtet haben. Diese umfasst eine Fläche von etwa 35.000 Fußballfeldern. Am Samstag brannten vielerorts weiterhin unkontrolliert Flammen. Noch schlimmer war die Situation in der Sierra de la Culebra nahe der Grenze zu Portugal im Nordwesten Spaniens, wo 20.000 Hektar Wald zerstört und 1.700 Menschen evakuiert wurden. Aemet kündigte an, dass die Hitzewelle nach einer guten Woche am Sonntag deutlich nachlassen werde.

Allerdings soll die Hitze am Sonntag enden. Vom Atlantik zieht ein Sturm auf, die Temperaturen sinken rapide und betreffen zunächst nur einen Teil Nordspaniens.

Frankreich

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In Südfrankreich, wie hier am Miribelsee, in der Nähe von Lyon, herrschen hochsommerliche Temperaturen vor.

(Foto: Laurent Cipriani / dpa)

Auch Frankreich wurde von Meteorologen wie der Zeitung in elf Departements im Südwesten des Landes für „rot“ durch die Hitze erklärt Die Welt gemeldet. Die Stufe „orange“ gilt für weite Teile des restlichen Landes. Für zahlreiche französische Orte wurden am Freitag neue Temperaturrekorde aufgestellt, meist über 40 Grad. Selbst in Rennes, der Hauptstadt der Bretagne, erreichte es fast 37 Grad.

Auch am Samstag werden hohe Temperaturen von etwa 40 Grad oder mehr erwartet. Die Waldbrandgefahr ist vielerorts sehr hoch, im Loiretal beispielsweise haben die Behörden landwirtschaftliche Arbeiten zwischen 12 und 17 Uhr verboten, um Funkenflug zu vermeiden. In Toulouse verteilten die Behörden Wasser an Obdachlose. Viele kulturelle Veranstaltungen wurden wegen der Hitze abgesagt. Ministerpräsidentin Elisabeth Borne, die die letzten Wahlkampftermine vor den Parlamentswahlen am Sonntag absolviert, hat zur Vorsicht und Einhaltung von Schutzmaßnahmen aufgerufen. In Frankreich sind Politiker immer wieder alarmiert wegen der Hitze. Im August 2003 starben Zehntausende Rentner, von denen die meisten allein lebten, an den Folgen der wochenlangen Extremtemperaturen. Da im August fast das ganze Land im Urlaub war und die Behörden nur mit einem Minimum an Personal arbeiteten, blieb die Katastrophe lange unbemerkt.

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