Hitzewelle: Hitze, noch mehr Hitze, Wochenende

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Hitzetage mit mindestens 30 Grad sind bereits an der Tagesordnung. Am Wochenende kommt die heißeste Luft zu uns. Lokale Temperaturen von bis zu 37 Grad sind sogar möglich, was in der Schweiz im Juni noch nie vorgekommen ist.

Autor: Gaudenz Flury, Daniela Schmuki

In Spanien haben die Temperaturen bereits Temperaturen über 40 Grad erreicht. Die heiße Luft hat sich auch über Frankreich verbreitet und macht sich auch im Alpenraum immer mehr bemerkbar.

Bildunterschrift: Bis zu 35 Grad in der Schweiz am Wochenende oder sogar bis zu 37 Grad lokal. Gaudenz Flury

Das heißeste Wochenende im Norden

Bereits am Freitag lagen die Temperaturen mancherorts über 30 Grad. Am Wochenende wird mit 32 bis 35 Grad gerechnet. Lokal könnten es sogar 36 Grad werden, am ehesten im Rhonetal, im Churer Rheintal und im nördlichen Teil des Kantons Aargau. In Basel sind sogar bis zu 37 Grad möglich.

Lange Hitzewelle im Süden

In Biasca / TI folgt seit Freitag, 10. Juni, ein heißer Tag auf den nächsten. Hier wird es voraussichtlich eine Serie von 12 heißen Tagen geben, die mindestens bis Dienstag, den 21. Juni andauern werden. In den Südalpen werden am Freitag mit Nordföhnunterstützung höhere Temperaturen erreicht: lokal 33 bis 34 Grad. Allerdings wird das Wochenende ungemütlicher mit Stimmungsaufhellung, trotz niedrigerer Temperaturen.

Was ist eine Hitzewelle?

Natürlich wird je nach Region der Welt ein anderer Schwellwert für Wärme verwendet. In Indien beispielsweise ist erst ab 40 Grad von einer Hitzewelle die Rede.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) spricht von einer Hitzewelle, wenn die maximale Tagestemperatur die maximale durchschnittliche Tagestemperatur (gemessen zwischen 1961 und 1990) für mehr als fünf Tage um mindestens fünf Grad übersteigt.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) spricht im Konzept der Hitzewarnung von einer Hitzewelle, wenn die durchschnittliche Tagestemperatur an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen 25 °C oder mehr beträgt.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Lufttemperatur mit der Luftfeuchtigkeit zu kombinieren und einen Hitzeindex zu berechnen. Überschreitet der Hitzeindex für drei oder fünf Tage einen festgelegten Wert, beispielsweise 30 Grad, spricht man von einer Hitzewelle.

Bildunterschrift: Hitzeindex Die Hitzeintensität wird anhand von Temperatur und Luftfeuchtigkeit berechnet. SRF-WETTER

Reden wir von einer Hitzewelle oder nicht?

Laut WMO-Definition haben wir derzeit eine Hitzewelle auf beiden Seiten der Alpen. Da die Nächte derzeit noch recht kühl sind, trifft die MeteoSchweiz-Definition zumindest am Alpennordhang nicht zu. Nach der Definition mit dem Hitzeindex können wir in bestimmten Gebieten von Hitzewelle sprechen. So oder so fühlen sich mehrere Tage mit mindestens 30 Grad für die meisten von uns wie eine Hitzewelle an.

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