Hitzewelle im Norden: Strände brechen Rekorde

In Südeuropa gibt es seit Wochen Dürren und Extremtemperaturen, über Frankreich kommt die Hitzewelle diese Woche auch nach Deutschland: 38 Grad werden im sonst recht kühlen Hamburg am Mittwoch und im Westen des Bundes erwartet. Republic soll sogar die 40-Grad-Marke knacken. Alle wichtigen Informationen zur Hitzewelle stehen Ihnen auf MOPO.de auf einen Blick zur Verfügung.

  • Allzeitrekorde gebrochen: Fast 40 Grad in Niedersachsen und Bremen
  • So heiß wird es am Donnerstag in Hamburg
  • Nordbauern machen sich keine Sorgen
  • Hitzewelle im Norden: Die Strände brechen aus
  • Feuerwehr: So ist die Lage in Hamburg
  • Eisbomben für Bären im Tierpark Hagenbeck
  • Es gibt nicht genug Getränke für Obdachlose: Die Diakonie bittet um Hilfe
  • Hitze auch beim Tennis in Hamburg – Sonderregeln für das Damenturnier
  • Hitze: Waldbrandgefahr auch in Hamburg
  • Der DWD warnt vor starkem Hitzestress in Hamburg

Sommer im Norden: Hier können Sie das gute Wetter genießen

Wir schließen unseren Newsticker für heute und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit. Wir antworten Ihnen morgen früh, mit bis zu 38 Grad Celsius am Nachmittag soll es in Hamburg heißer werden. Pass auf dich auf. Gute Nacht!

Allzeitrekorde gebrochen: Fast 40 Grad in Niedersachsen und Bremen

21.04 Uhr: Die Julihitze hat in einigen Regionen Niedersachsens für Rekordtemperaturen gesorgt. In Barsinghausen-Hohenbostel am Rande der Region Hannover wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstagnachmittag mit 39,1 Grad Celsius die höchste Temperatur des Landes gemessen. Das Allzeithoch lag am 25. Juli 2019 bei 38,4 Grad. In Groß Berßen im Emsland wurden 38,7 Grad angezeigt. Zuletzt lag der höchste Wert in der Gemeinde am 18. August 2012 bei 36,3.

In Bremen wurden 35,8 Grad angezeigt, damit blieb die Hansestadt am 3. August 1992 unter 37,6. Der Wetterdienst gab Hitzewarnungen für die beiden Bundesländer heraus. In der Nacht zum Donnerstag kann es zu heftigen Schauern kommen.

So heiß wird es am Donnerstag in Hamburg

18.45 Uhr: Die hohen Temperaturen vom Dienstag sind noch Vorfreude, der Mittwoch soll mit bis zu 38 Grad Celsius am Nachmittag noch wärmer werden. In der Nacht zum Donnerstag kann es zu heftigen Schauern kommen. Die höchsten Temperaturen wurden nach DWD-Angaben am Dienstag am frühen Abend in Hamburg am Flughafen mit etwa 34 Grad erreicht, in Schleswig-Holstein demnach in Grambek (Kreis Herzogtum Lauenburg) mit 34,8 Grad wärmer.

Viele Hamburger suchten am Dienstag bereits Abkühlung in den schattigen Parks, an Alster und Elbe oder im Eiscafé. Die Strände waren dementsprechend voll, aber nicht überfüllt. Auf der Alsteraußen legten am Morgen viele Segelschiffe ab.

Am Nachmittag zeigten Webcams gut sortierte Badestrände an den Ufern, etwa in Westerland auf Sylt, Travemünde, Pelzerhaken (Kreis Ostholstein) oder Damp im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Nordbauern machen sich keine Sorgen

17.30 Uhr: Anders als in weiten Teilen Deutschlands machen sich die meisten schleswig-holsteinischen Landwirte derzeit keine Sorgen um die Sommertage. Es sei eine gute Erntezeit, sagte die Sprecherin der Landwirtschaftskammer, Daniela Rixen. Die noch nicht überall abgeschlossene Wintergerstenernte bringt durchschnittliche bis gute Erträge. Raps befindet sich noch in der Reifephase. “Die Prognosen sind gut”, sagte Rixen. Bereits diese Woche könnte die Rapsernte in den frühen Landesteilen beginnen.

Auch der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für das weiter nördlich gelegene Bundesland eine bessere Lage als in weiten Teilen Deutschlands. Probleme mit pflanzenverfügbarem Wasser bis zu einer Tiefe von 25 Zentimetern gibt es derzeit nur im Südosten des Landes und an der Ostseeküste in den Kreisen Plön und Ostholstein. Für den gesamten Boden bis zu einer Tiefe von 1,8 Metern ist die Situation in Schleswig-Holstein außer im Südosten entspannt.

Die nördlichen Strände sind verstreut

16.38 Uhr: Suchen Sie bei den hohen Temperaturen etwas Abkühlung am Meer? Diese Idee hatten viele Menschen im Norden. Mehrere Tagestouristen genossen bereits am Dienstag Sonne, Sand, Wellen und Meer, zum Beispiel am Strand der Insel Usedom. Denn die Hitze hat auch den Nordosten Deutschlands erfasst: Im Landesinneren Mecklenburg-Vorpommerns kann die Höchsttemperatur nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf 35 Grad steigen, an der Küste auf 30 Grad. Die Strände der Küstenorte waren voll, die Menschen suchten Abkühlung im und außerhalb des Wassers.

Und auch in Schleswig-Holstein sind die Stände beliebt: Webcams zeigten am Nachmittag überfüllte Badestrände, etwa in Westerland auf Sylt, Travemünde, Pelzerhaken im Kreis Ostholstein oder Damp im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Der DWD warnte vor Hitze für ganz Schleswig-Holstein. Die Höchstwerte im Land könnten am Dienstagnachmittag landeinwärts 36 Grad erreichen, abzüglich der Küsten.

Hitzewelle in Hamburg: Das sagen Feuerwehrleute

16:00 Uhr: Die Hitzewelle ist mit voller Wucht gekommen, gesundheitliche Folgen wie ein Hitzschlag oder ein Kreislaufversagen hat es bei den Hamburgern bisher aber nicht gegeben. „Wir haben keine Zunahme des Aufkommens im Rettungsdienst gegenüber den Vortagen“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Nachmittag auf MOPO-Anfrage. Auch Einsätze wegen Kreislaufversagen sind nicht häufiger als sonst und was, wenn der Mittwoch noch heißer wird? „Wir rechnen auch morgen mit einer normalen Auslastung“, sagte der Sprecher, bei höherer Nachfrage sei die Feuerwehr aber auch bereit, mehr Krankenwagen einzusetzen.

Hitze in Hamburg: Eisbomben für Bären im Tierpark Hagenbeck

15.10 Uhr: Kamtschatka-Bären im Tierpark Hagenbeck haben am Dienstag zur Abkühlung bei hochsommerlichen Temperaturen eine Eisbombe mit Obst, Gemüse und Geflügel bekommen. „Hohe Temperaturen sind für Tiere immer eine Herausforderung“, erklärt Tobias Taraba, Leiter des Bereichs Tiger, Riesenotter, Trockenpaviane und Bären.

Das Bärenpaar Masha und Leonid, beide 16 Jahre alt, kommt bisher gut mit den Temperaturen zurecht. Das Gelände bietet Schattenplätze und Wasserbecken. Genau das sei jetzt nötig, so Taraba. “Paviane lieben die Sonne und funkeln gerne. Bären gehen lieber in ihre Höhle.”

Kamtschatka-Bärin Masha trägt eine Eisbombe voller Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse aus dem Graben.

Für Mittwoch, den heißesten Tag der Woche mit Temperaturen weit über 30 Grad, will der Bezirksvorsteher von Taraba weitere Rasensprenger installieren. Das kühlt die Luft etwas ab. Und ansonsten hilft vor allem eines: schlafen. “Sie schlafen beide fast den ganzen Tag, es ist okay.”

Es gibt nicht genug Getränke für Obdachlose: Die Diakonie bittet um Hilfe

15 Uhr: An sehr heißen Tagen gibt es laut Diakonie vor allem nachts zu wenig Wasserspender und kostenloses Trinkwasser für Obdachlose in Hamburg. „Hamburg braucht mehr kostenlose Wasserspender im öffentlichen Raum, gerade dort, wo viele Menschen zusammenkommen“, sagt Peter Ogon, Leiter Sicherheit der Diakonie Hamburg.

Der Mitternachtsbus, der unverpackte Getränkepakete verteilt, und die Obdachlosenhilfe der Diakonie Hamburg, die täglich Obdachlose in Hamburg mit Trinkwasser versorgt, erfreuen sich in diesen Tagen wachsender Nachfrage.

Deshalb sind alle Burger aufgerufen, Obdachlose in diesen schwierigen Tagen zu unterstützen. „Es ist wichtig, dass wir jetzt alle genau hinsehen und Obdachlose unterstützen. Wenn Sie eine Person auf der Straße sehen, fragen Sie, ob sie Wasser braucht“, sagt Sonja Norgall von Midnight Bus.

Auch die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat eine Hotline für Obdachlose gefordert. Ähnlich wie in Berlin solle auch in der Hansestadt eine Telefonnummer eingerichtet werden, an die sich Notleidende und Bürger wenden können, sagte Stephanie Rose am Dienstag.

„Menschen, die auf den Straßen Hamburgs leben und sich nicht in die kühle Wohnung zurückziehen können, haben bei diesen warmen Temperaturen ein höheres Risiko einer Dehydrierung“, warnte er.

Hitze auch beim Tennis in Hamburg – Sonderregeln für das Damenturnier

12.10 Uhr: Angesichts der für Mittwoch erwarteten Temperaturen von bis zu 38 Grad ist Tennisspielerin Andrea Petkovic zufrieden mit dem Kalender des Achtelfinals am Dienstag. „Dann soll es sehr heiß werden, also geht es vielleicht“, sagte die 34-Jährige augenzwinkernd über ihren zweiten Auftritt bei den Hamburg European Open innerhalb von zwei Tagen.

Bis zu 35 Grad heiß soll es am Dienstag in den Rothenbaumer Anlagen werden. Bis Mittwoch rechnen Meteorologen mit noch höheren Temperaturen. Tennisprofis sind es gewohnt, bei großer Hitze zu spielen, so auch bei den Australian Open, wo die Temperaturen 40 Grad überschreiten können.Auch die WTA-Profiorganisation hat spezielle Hitzeregeln für Frauen. Wird beispielsweise ein bestimmter Wert überschritten, der sich aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammensetzt, gibt es zwischen dem zweiten und dritten Satz eine zehnminütige Pause. Die ATP-Berufsorganisation hat keine festgelegten Regeln für Männer.

In Hamburg darf das Dach der Mittelbahn nur bei Regen geschlossen werden. „Bei heißem Wetter wäre es auch kontraproduktiv, weil es einen Treibhauseffekt erzeugen würde“, sagte ein Sprecher der Veranstalter. Die Organisatoren verteilten verschiedene Tipps an die Besucher. „Es ist sehr wichtig, viel Flüssigkeit zu trinken, schon bevor …

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *