Hochzeit der Multimedia-Kamera des Smartphones und des Computers

Smartphone-Kameras sind mittlerweile meist hochwertig. Was bei vielen Webcams oder in Laptops integrierten Webcams nicht der Fall ist. Warum also nicht Kamerahandys und Computer zusammenstellen?

Berlin (dpa/tmn) – Im Herbst bringt Apple sein neues Betriebssystem iOS 16 für iPhones und iPads sowie macOS Ventura für Mac-Rechner auf den Markt. Es wird ein neues Feature in den Systemen geben, das den etwas umständlichen Namen Kameralieferung trägt. Auf Englisch heißt es Continuity Camera.

Warum dieser Name? Am wichtigsten ist, dass Sie mit der Lieferung der Kamera ein iPhone als Webcam für Mac-Computer verwenden können. Darüber hinaus hat Apple auch einen kleinen Support angekündigt, mit dem sich das iPhone mit dem oberen Bildschirmrand verbinden kann.

Weiter geht es mit dem Mac

Transfer kommt ins Spiel, wenn man sich eine der vielen Anwendungsmöglichkeiten ansieht: Auf dem iPhone gestartete Facetime-Video-Chats sollen beispielsweise auf einem Mac-Rechner unterbrechungsfrei weiterlaufen können.

Das iPhone als Webcam soll nicht nur für gute Qualität bei Videokonferenzen sorgen, sondern bringt mit den unterschiedlichen Kameras auch interessante Extras mit. Mit Hilfe des Ultraweitwinkelobjektivs will Apple das Gesicht eines Gesprächspartners und den Desktop gleichzeitig aus der Vogelperspektive zeigen.

Gesicht und Schreibtisch zugleich

Diese sogenannte Desktop-Ansicht ist praktisch, wenn Sie beispielsweise beim Sprechen eine Skizze zeigen möchten, und eignet sich zum Aufnehmen von DIY-Videos. Weitere Extras, die das iPhone als Webcam nutzen können soll: einen Tracking-Modus und ein Porträt sowie einen Effekt namens Studiolicht, der das Gesicht beleuchtet und den Hintergrund abdunkelt.

Und was ist mit Android-Smartphones? Einen Webcam-Modus besitzt das mobile Betriebssystem noch nicht und auch keine Pläne in diese Richtung sind bekannt, was natürlich auch daran liegt, dass Android kein Schwesterbetriebssystem für Computer hat.

Android-Lösungen sind ebenfalls verfügbar

Das hält Entwickler natürlich nicht davon ab, Lösungen zu entwerfen. „Dev47Apps“ bietet mit Droidcam einen Erfolg, der die Kamera von Android-Smartphones oder -Tablets in Webcams für Windows- und Linux-Betriebssysteme verwandelt.

Die drei notwendigen technischen Voraussetzungen: Das Android-Mobilgerät, das als Webcam genutzt werden soll, muss in dasselbe WLAN wie der Laptop oder Desktop-Rechner funken. Außerdem muss die Droidcam-App auf dem Mobilgerät installiert sein.

Installieren Sie Droidcam auf beiden Geräten

Und drittens muss auf dem Rechner ein Droidcam-Programm installiert sein, das die nötigen Treiber bereitstellt und die Verbindung inklusive Bild und Ton herstellt für die Nutzung der Webcam des Android-Geräts mit Zoom, Skype, Webex, Teams & Co. ein Problem steht im Weg.

Das Programm für den Rechner kann von der Website des Entwicklers heruntergeladen werden. Es gibt auch eine umfangreiche Liste mit Fragen und Antworten, um mögliche Probleme zu lösen, aber nur auf Englisch.

Droidcam-App für Android im Google Play Store

Droidcam-Software für Windows und Linux auf der Website des Entwicklers

Droidcam-FAQ

Apple-Werbung auf dem iPhone als Webcam (Kameralieferung)

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