Hohe Energiepreise Für kommunale Dienstleistungen ist ein Schutzschild erforderlich

Stand: 10.07.2022 09:20 Uhr

Kommunen sind in einer schwierigen Lage, weil sie die hohen Gaspreise nicht an die Verbraucher weitergeben können. Der City Day fordert nun Schutzmaßnahmen der Bundesregierung und ruft auch die Bürger zum Energiesparen auf.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind die Erdgaspreise stark gestiegen. Viele Unternehmen, Verbraucher und Kommunen freuen sich auf den Winter.

Der Deutsche Städtetag fordert daher einen besseren Schutz kommunaler Energieversorger. Die Bundesregierung müsse kommunale Dienstleistungen „unter das schützende Dach der Wirtschaft stellen“, sagte Stadtratspräsident Markus Lewe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Und wir brauchen Bürgschaften und Kredite für die betroffenen öffentlichen Dienste sowie ein Konkursmoratorium, um die Konkurspflicht auszusetzen.”

„Kommunale Dienstleistungen versorgen Millionen Haushalte, Gewerbe und die örtliche Industrie. Davon sind der Nahverkehr, die städtischen Krankenhäuser, die Müllabfuhr und die Toiletten abhängig“, sagte der CDU-Politiker Lewe, der auch Oberbürgermeister von Münster ist. „Die Versorgungssicherheit darf nicht gefährdet werden.“

Spagat der Stadtwerke

Die Situation könnte durch die bevorstehende Wartung der Nord Stream 1-Pipeline und Spekulationen über einen Stillstand der Gasversorgung in Russland verschärft werden, was die Preise immer weiter in die Höhe treibe, warnte Lewe. „Kommunale Dienstleistungen müssen immer teurer einkaufen und bilanzieren: Würden kommunale Dienstleistungen hohe Preise weitergeben, könnten sich viele Haushalte diese nicht leisten. Würden sie diese nicht weitergeben, könnte etwas schief gehen. Bereinigt für viele kommunale Anbieter.“

Der Präsident des Stadtrates forderte dringend Energieeinsparungen. „Schon jetzt müssen wir alle jede mögliche Kilowattstunde einsparen. Das gehört alles zum Test, zu jedem Haushalt und zur Arbeit“, sagte Lewe. „Auch die Städte vernachlässigen keine Bereiche: Öffentliche Beleuchtung schneller einschalten und nachts herunterregeln, weniger Warmwasser in öffentlichen Gebäuden, Klimaanlagen kürzer laufen lassen und Heizungen besser regulieren.“

Warme Räume im Winter?

Auch der Gemeindebund befürchtet eine angespannte Lage im Winter. Er schlug die Einrichtung von Heizräumen vor. „Da niemand genau sagen kann, wie dramatisch die Entwicklung sein wird, sollte auch über Wärmeinseln oder warme Räume nachgedacht werden, in denen sich gerade ältere Menschen auch in einem sehr kalten Winter aufhalten können“, sagte Vorstandsvorsitzender Gerd Landsberg der „Bild“. am Sonntag.” “.

Lemke fordert Verbraucherschutz

Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke versprach bei weiter steigenden Energiepreisen einen Zahlungsaufschub für Strom- und Gassperren. „Es kann vorkommen, dass die Bundesnetzagentur im absoluten Krisenfall den Energieunternehmen erlaubt, die Preiserhöhung trotz Preisgarantie an die Verbraucher weiterzugeben“, sagte er auch der Bild am Sonntag. Dann wäre für die Verbraucher ein Moratorium für Strom- und Gasschleusen nötig. „Und im Krisenfall sollten wir auch ein weiteres Hilfspaket beschließen“, sagte der Grünen-Politiker.

Einerseits müsse sichergestellt werden, dass die Versorger die Energieversorgung des Landes aufrechterhalten können, sagte der Grünen-Politiker. „Andererseits sollte in einer solchen Krisensituation niemand Strom oder Gas abstellen müssen, weil er mit der Rechnung im Rückstand ist.“

Im Winter weniger komfortabel

Bund und Länder denken bereits über Energiesparmaßnahmen nach oder haben sogar erste Maßnahmen umgesetzt. Der Ältestenrat des Bundestages hat am Donnerstag beschlossen, dass die Büros der Abgeordneten, ihrer Mitarbeiter und der Bundestagsverwaltung im Winter nur noch mit 20 statt bisher 22 Grad beheizt werden sollen. Während Klimaanlagen früher im Sommer je nach Außentemperatur eine angenehme Temperatur von 24 bis 26 Grad boten, werden es in Zukunft 26 bis 28 Grad sein.

Im Landtag von Rheinland-Pfalz werde die Gebäudeklimatisierung nur noch auf 24 statt 21 Grad heruntergefahren, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Mehrere Länder bereiten verschiedene Maßnahmen für öffentliche Gebäude vor.

Viel wird davon abhängen, ob die Pipeline Nord Stream 1 nach mehrtägiger Wartung von Russland wieder in Betrieb genommen wird. Diese beginnt am Montag.

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