von. – 25.05.2022 14:32 (25.05.2022 14:32)
Martin Krajcsir ist Vorstandsvorsitzender der Wiener Stadtwerke. © APA / ROLAND SCHLAGER (Symbolbild)
Die Wiener Stadtwerke im Eigentum der Stadt Wien konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um mehr als eine Milliarde Euro steigern, der Gewinn ging jedoch leicht zurück.
2021 steigerten die Wiener Stadtwerke ihren Umsatz um mehr als eine Milliarde Euro auf 4,3 Milliarden Euro, der Gewinn sank jedoch auf mindestens 282 Millionen Euro. „Das liegt vor allem an der Preisentwicklung auf den internationalen Energiemärkten“, sagte CEO Martin Krajcsir am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Aufgrund hoher Gaspreise stieg der Materialaufwand von 1,4 Mrd. € im Jahr 2020 auf 2,5 Mrd. € im Jahr 2021.
Die Wiener Stadtwerke kaufen Gas zu Marktpreisen ein
Energieversorger kaufen Gas zu Marktpreisen ein, zahlen also aktuell knapp 100 Euro für eine Megawattstunde. Sie kaufen 24 Monate im Voraus, was zu einem gemischten Preis führt und Sie können den Störungen der letzten Monate etwas besser standhalten. „Aber preislich sieht die Zukunft derzeit nicht sehr gut aus“, sagte Peter Weinelt, Stellvertreter von Krajcsir.
Wiener Stadtwerke als CO2-Emittent
Die Wiener Stadtwerke sind mit ihrer Tochtergesellschaft Wien Energie und ihren Gaskraftwerken nach voestalpine und OMV einer der größten CO2-Emittenten in Österreich. Im Jahr 2021 sanken die Treibhausgasemissionen der Stadtwerke auf 2,3 Millionen Tonnen, nach 2,6 Millionen Tonnen im Jahr 2020 und 3,8 Millionen Tonnen im Jahr 2019, heißt es in dem ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Stadtwerke Nachhaltigkeit.
Wiens Gaskraftwerke werden seltener genutzt
Wie Weinelt erklärte, sanken die CO2-Emissionen in den Jahren 2020 und 2021 vor allem, weil die Wiener Gaskraftwerke in den zwei Jahren Corona weniger häufig genutzt wurden als vor der Krise 2019. Energien werden gezündet, wenn der Bedarf hoch ist, um das Stromnetz zu stabilisieren. ganz Österreich. Laut Nachhaltigkeitsbericht sind Stromerzeugung und Fernwärme für mehr als 98 Prozent der CO2-Emissionen der Wiener Stadtwerke verantwortlich.
Wien Energie erzeugt in seinen Kraftwerken wie Simmering sowohl Strom als auch Fernwärme aus Erdgas. 2040 wollen die Stadt und ihre kommunalen Versorger Fernwärme in Geothermie und Großwärmepumpen klimaneutral umwandeln. Auch in anderen Bereichen wollen die Stadt- und Gemeindewerke ihren Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise leisten.
Schlüsselrolle für die Wiener Stadtwerke
Kommunale Dienstleistungen spielen in den Zielen der Bundeshauptstadt eine zentrale Rolle. Zwischen 2022 und 2026 werde das Unternehmen 6,2 Milliarden Euro investieren, davon 5,7 Milliarden Euro klimafreundlich, sagte der Stadtwerke-Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Teil der Investitionssumme ist auch der U-Bahn-Ausbau der Tochtergesellschaft der Stadtwerke Wiener Linien mit rund 3 Milliarden Euro. Ziel des Ausbaus des ÖPNV ist die Eliminierung des Straßenverkehrs.
Magistrat Wien: Die Erhöhung des Fernwärmepreises wird angezeigt
Auf der Pressekonferenz deutete Hanke auch eine Erhöhung der Heizpreise an. „Dass es zu einer Erhöhung kommt, ist eher unwahrscheinlich“, sagte der Stadtrat angesichts der teilweise um 450 Prozent gestiegenen Gaspreise. Wien ist heute noch stark auf Erdgas für die Fernwärme angewiesen. Allerdings warte man mit der Preiserhöhung “so lange wie möglich, um Unterstützung für die Wiener zu zeigen”, sagte Hanke.
Mit mehr als 15.000 Beschäftigten gehören die Wiener Stadtwerke zu den 25 größten Unternehmen Österreichs. Ein Drittel der Mitarbeiter wird 2030 in Rente gehen.