Hohe Verbraucherpreise Es wird weitere Erleichterungen geben

Stand: 06.04.2022 08:49 Uhr

Wie können Menschen noch mehr entlastet werden? Eine Entscheidung darüber werde noch vor dem Sommer fallen, sagt der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Mützenich. Landwirtschaftsminister Özdemir will die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel abschaffen.

Angesichts der Folgen des Krieges in der Ukraine versprechen Regierungspolitiker mehr Hilfe für die Bevölkerung. „Ich mache mir Sorgen über die aktuelle Entwicklung der Lebensmittelpreise aufgrund des Krieges in der Ukraine“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir der Welt am Sonntag. „Als Bundesregierung haben wir sofort Hilfspakete geschnürt, um auf die Folgen des schrecklichen Krieges zu reagieren. Und wenn es so weitergeht, kann ich Ihnen sagen: Nach dem Hilfspaket ist vor dem Hilfspaket.“

Der Grünen-Politiker setzte sich für die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte ein. Davon profitieren insbesondere einkommensschwache Haushalte. Außerdem wird ein Anreiz für eine gesündere Ernährung geschaffen. Klar ist aber, dass der Vorschlag keinen Begeisterungssturm bei allen Koalitionspartnern auslösen wird.

Entscheidung bald

Auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich versprach weitere Erleichterungen. „Noch vor den Sommerferien wird es weitere Entscheidungen über die Entlastung geben“, sagte Mützenich dem Nachrichtenportal „t-online“. Trotz der beiden bereits beschlossenen Hilfspakete ist bekannt, dass insbesondere die bürgerliche Gesellschaft noch weitere Hilfe benötigt.

Auf die Frage, ob er den Vorschlag des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) unterstütze, auch Rentnern die Energiepauschale von 300 Euro zu zahlen, sagte er: „Das stelle ich mir vor. Aber wir werden darüber diskutieren. und wir werden entscheiden.“ zusammen. “

Zudem schließt der Politiker Steuererhöhungen angesichts der erwarteten Rückkehr zur Schuldenbremse und der Zunahme der Ausgabenwünsche nicht aus. „Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, die Schuldenbremse ab dem kommenden Jahr einzuhalten“, sagte Mützenich. “Und wenn der Bundesfinanzminister in dem einen oder anderen Bereich Mehrausgaben für nötig hält, dann diskutieren wir gerne über die Finanzierung.”

Ausgleich durch höhere Löhne?

Ver.di-Chef Frank Werneke hält höhere Gehaltsabfindungen für unvermeidlich. „Unser Kurs ist ganz klar: Der dauerhafte Preisanstieg muss vollständig durch dauerhafte Tariferhöhungen kompensiert werden“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende der Nachrichtenagentur dpa.

Er erwartet weitere Erleichterungen für die Bundesbevölkerung, insbesondere im Hinblick auf die deutlich gestiegenen Lebensmittelpreise. Der Druck auf die Menschen sei “riesig” und es gebe einen großen Bedarf an Entlastungsmaßnahmen, die über Tarifverträge hinausgehen, sagte Werneke.

Zu Recht nannte Werneke den Plan von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sich schnell mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über aktuelle Preisentwicklungen zu beraten. Der Abstimmungsprozess – auch „konzertierte Aktion“ genannt – soll noch vor der Sommerpause beginnen.

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