von. – 19.07.2022 15:49 (19.07.2022 16:47)
Viele weitere Kinder, die zu Hause unterrichtet wurden, sind dieses Jahr durch externe Prüfungen gefallen © REUTERS / Maria Alejandra Cardona / Dateifoto (Symbolbild)
7,7 % der zu Hause unterrichteten Schüler haben dieses Jahr externe Prüfungen nicht bestanden. Ein klarer Vorteil, 2019/2020 waren nur 2,5 Prozent der Studierenden nicht aufstiegsberechtigt.
Im vergangenen Schuljahr brachen rund 7.500 schulpflichtige Kinder die Schule zu Hause ab, fast dreimal so viele wie vor Beginn der Corona-Pandemie.
Rund 5.000 Schülerinnen und Schüler in Österreich im häuslichen Unterricht
Nach Angaben des Bildungsministeriums kehrte ein Drittel zum Schuljahr an eine Einrichtung mit öffentlichem Recht zurück, während die restlichen fast 5.000 Schüler am Ende des Schuljahres einen externen Test bestehen mussten, um ihre Beherrschung des Fachs nachzuweisen. In diesem Jahr waren es fünf mehr.
Für schulpflichtige Kinder (bis 15 Jahre) ist ein Schulabbruch möglich, da in Österreich keine Schulpflicht, sondern nur Schulpflicht besteht. Daher können Kinder auch zu Hause oder in einer Privatschule ohne öffentliches Recht am Unterricht teilnehmen (sie haben kein Recht, selbst Schulzeugnisse auszustellen). Am Ende des Kurses ist jedoch eine externe Studentenprüfung erforderlich.
Wien mit dem geringsten Anteil an zu Hause unterrichteten Schülern
Nach Angaben des Bildungsministeriums haben sich in letzter Zeit genau 4.936 Schüler für den häuslichen Unterricht eingeschrieben, was etwa 0,7 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter entspricht. Weitere 0,1 % der schulpflichtigen Kinder (744) waren an einer Privatschule ohne öffentlichen Status angemeldet. Der höchste Anteil an häuslichen Lernenden wurde im Burgenland, in Niederösterreich und in der Steiermark (0,8 %) festgestellt, der niedrigste in Wien (0,4). Zudem waren je nach Bundesland bis zu 0,2 Prozent Kinder von Privatschulen ohne öffentliche Rechte.
Exernistenprüfungen sind dieses Jahr viel schlechter
Externe Prüfungen dieser Gruppen waren deutlich schlechter als vor der Pandemie, als die Chance deutlich seltener genutzt wurde: 7,7 Prozent der Heimschüler oder Schüler an Privatschulen ohne öffentliches Recht waren diesmal 2019/2020 nicht aufstiegsberechtigt Schuljahr. sie waren weitere 2,5 Prozent. Allerdings war die Bandbreite im letzten Schuljahr je nach Bundesland groß: Während in Wien 2,5 Prozent die Externenprüfung nicht bestanden haben, waren es in Kärnten 16, in Kärnten 7 Prozent und in Vorarlberg 14,9 Prozent.
Zudem haben in allen Bundesländern 18 Prozent der Externenprüfungspflichtigen gar nicht teilgenommen. Der Anteil reichte von 5,7 % in der Steiermark bis 30,7 % im Burgenland. Studierende, die die Prüfung nicht bestehen oder nicht bestanden haben, müssen das Schuljahr wiederholen – an einer öffentlich-rechtlichen Hochschule (sie haben selbst das Recht, Zeugnisse auszustellen, Anm.).
2022 verschärfen sich die Schulabbruchregeln
Aufgrund der stark gestiegenen Schulabsagen und teils emotional geführter Debatten um Corona-Maßnahmen in den Schulen wurden die externen Prüfungen der Schüler in diesem Jahr in eigenen Gremien zusammengefasst. Das habe nach Angaben des Bildungsministeriums „ohne zu fließen“ funktioniert und nun müsse das Modell endlich verabschiedet werden. Früher konnten externe Prüfungen von Studierenden praktisch überall durchgeführt werden. Als Maßnahme gegen „Prüfungstourismus“ wurde jedoch im vergangenen Herbst ein Erlass erlassen, dass Prüfungsorte nun von den Bildungsbehörden festgelegt werden müssen.
Neben der externen Schülerprüfung hatte das Ministerium die Schulabbruchregeln ab 2022 verschärft: Kurz vor der Semesterpause wurde eine „Reflexionsdebatte“ über die Leistungen und Fortschritte der Schule zwischen der zuständigen Schulleitung und dem kindlichen Lernen eingeführt Erziehungsberechtigte oder Kinder. Zudem müssen Schulausfälle für das nächste Schuljahr nun vor Beginn der Sommerferien bekannt gegeben werden.