Huawei MatePad Paper im Test: Kann das Paper-Tablet überzeugen?

08.09.2022

Florian Christoph

Das ungewöhnliche Gerät bietet einige praktische Features. Es gibt jedoch eine Reihe von Problemen.

Obwohl das Papiertablett ein gewisses Potenzial hat, gibt es einige unüberwindbare Schwächen.

Neben Laptops, neuen Smartphones und den FreeBuds Pro 2 präsentierte Huawei auf einer Veranstaltung in Istanbul ein ganz besonderes Tablet: das MatePad Paper. Es verfügt über ein E-Ink-Display, das verspricht, wie auf Papier zu schreiben, zu zeichnen und zu lesen. Gleichzeitig läuft das Tablet unter HarmonyOS und ermöglicht so die üblichen Android-Funktionen.

Das Wichtigste zuerst: Diese Versprechen von „Paper Feel & Touch“ sind weitgehend einzuhalten. Allerdings klebt es an mehreren Stellen, was das Potenzial des MatePad Paper deutlich schmälert. Ich habe ein paar Tage mit dem MatePad Paper verbracht und das Gerät unter die Lupe genommen.

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Profi

  • Perfekt für handschriftliche Notizen
  • Als E-Reader sehr gut geeignet
  • Einige nützliche Funktionen
  • geringes Gewicht
  • Hohe Verarbeitungsqualität

Gegen

  • Schwächen bei Touch-Eingaben
  • Android (HarmonyOS) und E-Ink vertragen sich nicht
  • Das Zeichenwerkzeug ist ziemlich begrenzt
  • Nur eine kleine Auswahl an optimierten Apps
  • Unbrauchbare, nicht optimierte Apps
  • hoher Preis

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© Bild: Florian Christof

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Superleicht und praktisch

Das ungewöhnliche Huawei-Tablet ist auf den ersten Blick ein spannendes Gerät: Es wiegt nur 360 Gramm und lässt sich daher lange mit einer Hand halten, um beispielsweise ein Buch zu lesen.

Das Tablet verfügt über 2 eingebaute nutzbare Lautsprecher, sodass Sie beim Lesen Musik hören können. Einen 3,5-mm-Klinkenanschluss gibt es nicht, Kopfhörer lassen sich per Bluetooth verbinden. Das MatePad Paper hat übrigens auch keine Kamera.

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Huawei MatePad aus Papier

  • Abmessungen und Gewicht: 225,2 x 182,7 x 6,65 Millimeter; 360 Gramm
  • Anzeige: 10,3 Zoll E-Ink, 1872 x 1404 Pixel, 227 ppi
  • Prozessor: Huawei Kirin 820E
  • Speicher: 4/64 GB
  • Akku: 3.625 mAh
  • Software: HarmonyOS 2.1 (basierend auf Android)
  • Sonstiges: Fingerabdrucksensor am Powerbutton, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/ax(6), Bluetooth 5.2, keine Kamera, kein Kopfhöreranschluss, kein microSD-Kartenslot, 2 Lautsprecher, 4 Mikrofone, M – Bleistift (2. Gen.)
  • Preis: 499 Euro (nur in Deutschland erhältlich)

Huawei MatePad aus Papier

© Florian Christof

Guter Bildschirm, reichhaltiges Lieferprogramm

Der E-Ink-Bildschirm ist von ziemlich hoher Qualität und hat genug Kontrast, um an einem sonnigen Tag im Freien perfekt lesbar zu sein. Der Akku hält zwar länger als herkömmliche Tablets, kann aber nicht mit einem klassischen E-Reader mithalten.

Im Lieferumfang ist der Eingabestift M-Pencil (2. Generation) enthalten, der perfekt für handschriftliche Notizen, zum Skizzieren, aber auch für den regelmäßigen Tablet-Einsatz geeignet ist. Das passende „Foliencover“ ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

Schreiben Sie wie auf Papier

Die leicht raue Oberfläche des Bildschirms erzeugt beim Schreiben oder Zeichnen einen leichten Widerstand, was zu einem sehr leisen Geräusch führt. Durch diese Kombination kommt das MatePad Paper dem Schreiben auf normalem Papier sehr nahe.

Der Stift wird mit einem Magneten am Rahmen des Tablets befestigt und dort auch aufgeladen. Nimmt man den M-Pencil in die Hand, wird die Bluetooth-Verbindung zum Tablet nahezu verzögerungsfrei aufgebaut.

Huawei MatePad aus Papier

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Erstklassige Hardware, Software zum Aufholen

Eines zeigt das Huawei MatePad Paper jedenfalls: Die Hardware-Abteilung von Huawei liefert nach wie vor erstklassige Geräte, die hochwertig verarbeitet sind und wenig Raum für Kritik bieten.

Bei Software ist das anders. Auch wenn sich Huawei bemüht, mit seinem HarmonyOS eine ansprechende Bedienbarkeit zu bieten, tut sich das Betriebssystem schwer, sich gegen Stock-Android zu behaupten.

Das Problem mit Android auf E-Ink-Bildschirmen

Aber zuerst eine weitere sehr grundlegende Schwäche: Wenn Sie einen E-Reader verwenden, verbringen Sie 99 Prozent Ihrer Zeit damit, das Gerät zu lesen. Bei Android oder HarmonyOS sieht das etwas anders aus…

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