“Ich weiß nicht, wie ich das machen soll, es ist mir egal”

Franz Fischlin: “I freew mich darauf, unsichtbarer zu werden”

Im „Tagesschau“-Studio schaut Franz Fischlin mit Blue News auf seine Anfänge zurück und sagt, dass er sich in seiner Zeit nach SRF am meisten freut. Und warum ihm das Rampenlicht nicht fehlen WIRD.

23.06.2022

Im „Tagesschau“-Studio schaut Franz Fischlin mit Blue News auf seine Anfänge zurück und sagt, dass er sich in seiner Zeit nach SRF am meisten freut. Und warum ihm das Rampenlicht nicht fehlen WIRD.

Ein letzter Smalltalk in der Maske und eine schnelle Umrüstung, dann huscht der frisch gepuderte Franz Fischlin rüber ins TV-Studio für die heisse Probe der «Tagesschau» – Hauptausgabe am Mittwoch. Seine vorletzte, nach 18 Jahren.

Vorher war da noch ein Abschiedsgruß in der Kantine, hie und da ein Händedruck en passant. Man merkt, «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin ist geschätzt und beliebt am Leutschenbach. Noch ist die Stimmung nicht gedrückt – die letzte «Tagesschau», jene von Donnerstagabend, steht noch vor. Fischlin hat keine Ahnung, was ihn da erwartet – und wie emotional es für ihn sein wird.

Fischlin über seine «Tagesschau» -Premiere

Am 13. Februar 2004 wird der Fischlin in der “Tagesschau”-Hauptausgabe uraufgeführt. Das Gefühl sich so an, als sei es gestern gewesen. «Es war eine große Ehre, mein Vorgänger war Charles Clerc, eine Tagesschau-Legende. Ich war entsprechend nervös, es sind grosse Fussstapfen. Ich war froh, lief alles pannenfrei. »

Fischlin über seine Kündigung

Zur Person

SRF / Severin Nowacki

Franz Fischlin (1962) studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Freiburg. Zudem bildet er sich auch zum Fotografen aus, ua an der Kunstgewerbeschule Bern. Einstieg als Radiojournalist, 1999 bei News-Anchor auf TV3; wechselt er danach zum Schweizer Fernsehen. 2002 gestartet und als «Tagesschau»-Moderator, im Februar 2004 erste «Tagesschau»-Hauptausgabe. Moderation von Sondersendungen zum Brexit oder US-Wahlen, 2015 bis 2020 beim «Medienclub». Fischlin ist fünffacher Vater und mit SRF-Kulturchefin Susanne Wille liiert.

Das sei kein schneller Abschluss gewesen, das sei ein Prozess über Jahre gewesen. «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Ich werde nie wieder bei meiner Familie sein.“ Außerdem wolle er offen sein für neue Projekte.

Fischlin über seine letzte «Tagesschau»

«Ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommen wird. Bin gespannt. Ich weiß nicht, wie ich reagieren werde, solche Momente kann man nicht antizipieren. »

Mit welchen Worten er sich bei den Zuschauer * innen verabschieden WIRD, hat er sich noch nicht ausgedacht. Er werde sich aber auf jeden Fall beim Publikum ansehen. Für all jene Jahre, die sie ihn getragen hätten. Außerdem will er einen Plädoyer für die «Tagesschau» halten, man solle weiterhin solche Info-Sendungen schauen, um den Qualitätsjournalismus zu erhalten.

Fischlins «Tagesschau»-Nachfolger Michael Rauchenstein: «Franz hat mir per Whatsapp gratuliert»

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