Im 15-Jährigen Test: Filmwiedergabe auf ATi- vs. Nvidia-GPUs

ComputerBase hat vor 15 Jahren recherchiert, welche Grafikkarte am besten für die Filmwiedergabe geeignet ist (Test). Die älteren ATi- und Nvidia-Modelle funktionierten nicht gut und machten keinen Spaß, aber die aktuelle Generation wollte es nicht mehr sehen.

Avivo HD und PureVideo HD

2007 gab es drei relevante Codecs für die Filmwiedergabe: MPEG-2, H.264 und VC-1. Fast alle Grafikkarten konnten den erweiterten MPEG-2-Standard in Hardware dekodieren, und CPUs waren oft schnell genug. Anders verhielt es sich beim komplexen H.264-Codec, der vier Beschleunigungsstufen definierte: „CAVLC/CABAC Entropy Decode“, „Frequency Transform“, „Pixel Prediction“ und „Inloop Deblocking“. Jeder dieser Schritte ist Teil der Dekodierungspipeline, die bis auf den ersten Schritt fast identisch mit VC-1 aussah.

  1. Kein Name 1

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Je nach Grafikkarte konnten diese Schritte direkt auf der GPU durchgeführt werden oder mussten dem Hauptprozessor überlassen werden. Diese Funktionen wurden unter dem Namen Avivo (HD) an ATi vermarktet. Die Radeon X1000-Serie und Radeon X2900 XT unterstützen die letzten drei Stufen der H.264-Decodierung über ALUs, wobei der erste Schritt von der CPU durchgeführt wird. Anders sah es bei den moderneren Radeon HD 2600 und 2400 mit RV630/RV610 GPUs aus. Diese hatten eine separate Einheit für die Videobeschleunigung namens Unified Video Decoder (UVD). UVD könnte alle vier Ebenen von H.264 und VC1 in Hardware beschleunigen. Die Serien GeForce 7000 und 8000 teilten sich die gleiche Videobeschleunigungseinheit, die Teil des Nvidia PureVideo HD-Pakets war. Dadurch konnten die letzten drei Phasen sowohl von H.264 als auch von VC1 beschleunigt werden. Der Hauptprozessor unternahm den ersten zeitraubenden Schritt. Die GeForce 8600 und 8500 verfügten über den Videoprozessor der zweiten Generation, der H.264 (aber nicht VC1) in allen vier Stufen beschleunigen konnte.

Die Crux mit HDCP

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Filmwiedergabe war der HDCP-Kopierschutz. Diese war bereits mit älteren Grafikkarten kompatibel, hatte aber einige Nachteile. Um HDCP nutzen zu können, musste nicht nur die GPU HDCP unterstützen, sondern auch der entsprechende DVI- oder HDMI-Anschluss der Grafikkarte. AMD und Nvidia überließen es jedoch ihren Boardpartnern, mit Ausnahme der moderneren Modelle der Radeon-HD-2000-Serie und einiger GeForce-Modelle. Außerdem gab es das Problem mit Single-Link- und Dual-Link-DVI: Wenn Sie einen hochauflösenden Monitor mit Full HD oder höher hatten und ihn über Dual-Link-DVI verwenden, können Sie möglicherweise kein geschütztes Material mit HDCP anzeigen. da viele Grafikkarten HDCP über Dual-Link DVI nicht unterstützen.

Bildqualität und CPU-Auslastung

Der HD HQV-Benchmark testete die Bildqualität von Grafikkarten in verschiedenen Szenarien, beispielsweise Rauschunterdrückung oder Jitteriness. Am unteren Ende des Benchmarks lag die GeForce 7950, die beide Features nicht bot und zudem subjektiv eine miserable Bildqualität bei Filmen hatte. Besonders positiv stachen die GeForce 8600 und 8800 heraus, wobei letztere einen neuen Treiber für eine bessere Nachbearbeitung bei Filmen nutzte und damit eine ungewöhnlich gute Bildqualität bot. Die Radeon-HD-2000-Modelle zeigten ein gutes Bild und platzierten sich im Mittelfeld des Testfelds, knapp hinter den beiden GeForce-Modellen mit ausgefeilter Nachbearbeitung.

Gesamtergebnis des HD-HQV-Benchmarks

    • NVIDIA GeForce 8600

    • NVIDIA GeForce 8800

    • ATI Radeon HD2600

    • ATI Radeon HD2900

    • ATI Radeon X1950

    • ATI Radeon HD2400

    • NVIDIA GeForce 7950

Einheit: Punkte

Als zweite Maßnahme erhöhte ComputerBase die CPU-Last während der Filmwiedergabe. Je nach Codec stellte sich hier das erwartete Bild heraus. Die Radeon X1000-Serie und die HD 2900 ohne separaten Videobeschleuniger verursachten eine relativ hohe CPU-Last, ebenso wie die GeForce 8800 und 7950 mit dem Nvidia-Videoprozessor der ersten Generation. Deutlich besser sah es bei den kleineren GPUs mit modernen Videodecodern aus: Die Radeon HD 2600 und 2400 sowie die GeForce 8600 und 8500 lagen deutlich vor dem Test.

Fazit

Insgesamt gingen aus dem Test zwei klare Testsieger hervor: die Radeon HD 2600 und die GeForce 8600. Beide boten eine hervorragende Bildqualität und garantierte HDCP-Unterstützung (auch bei Dual-Link-DVI) und sorgten für eine geringe CPU-Auslastung beim Abspielen von Filmen.

Unter der Rubrik „In Evidence from 15 Years Ago“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Beweisarchiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, sind im Folgenden aufgelistet:

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