Im Bett mit Aussicht: Tipps für die Sommerhitze

Gartenexpertin Scarlet Allenspach (34) weiß, wie man seine Pflanzen an heißen Tagen pflegt und schützt und wie man mit der richtigen Vegetation etwas Gutes tut.

„In einer Stadt mit viel Beton fühlt sich die Hitze besonders schlecht an“, sagt der Gründer von Urbanroots, dessen Ziel es ist, städtische Gebiete grüner zu machen. Das tut er auch auf dem Balkon seiner Stadt, er wird geschützt von Kletterpflanzen wie Clematis und Bohnen, die bis zu 2,5 Meter hoch werden. „Sie werden sehr hoch, spenden Schatten und garantieren kühlere Temperaturen“, sagt Allenspach.

Denn Wasser verdunstet von Pflanzen und Blättern, wodurch der Umgebung Wärme entzogen wird. Dadurch wird es kühler. Allenspach: „Ein Schirm schützt vor Sonnenstrahlen, Pflanzen und Bäume können noch mehr: Sie kühlen aktiv die Luft.“ Deshalb lohnt es sich auch, Hauswände zu begrünen: „Das schafft ein Mikroklima, kühlt im Sommer und dämmt im Winter. Außerdem verändern die grünen Fassaden das Stadtbild und bieten mehr Unterschlupf für Vögel und Insekten“. Denn natürliche Staubfilter, Blätter und Äste fangen zusätzlich Schadstoffe ein und isolieren – das sorgt für frische Luft und weniger Lärm.

Tipps für Pflanzen und Gemüse in der Sommerhitze

1. Mantel! Bedecken Sie den Boden mit einer Schicht Stroh, Blättern und Gartenschnitt, sogar Zeitungspapier kann verwendet werden. Das schont den Boden. Die zusätzliche Schicht aus organischem Material spendet den Wurzeln der Pflanzen Schatten. Mulchen reduziert die Verdunstung und hält den Boden kühler und feuchter. Außerdem wird das Mulchmaterial langfristig in Humus umgewandelt, den die Pflanzen als Dünger nutzen können.

2. Feuchtigkeit verdunstet schnell, besonders auf dem Balkon und in kleinen Töpfen. Verwenden Sie daher möglichst große Gefäße, da diese mehr Wasser speichern können und seltener gegossen werden sollten. Daher ist ein Hochbeet, wie das auf dem Blickdach, praktisch für den Sommer.

3. Gießen Sie die Erde und nicht die Blätter der Pflanze. Die Wurzeln können Wasser besser aufnehmen und es gibt weniger Schimmel und andere Krankheiten. Vor allem Tomaten mögen keine nassen Blätter.

4. Übertreiben Sie es nicht! Wassermast schadet den Pflanzen mehr als Wassermangel. Überprüfen Sie immer, ob die Pflanze wirklich gegossen werden möchte und verwenden Sie immer Töpfe mit einem Loch im Boden, damit das Wasser ablaufen kann.

5. Ein Trick für Wochenendausflügler: Füllen Sie die PET-Flasche mit Wasser und kleben Sie sie kopfüber etwa 12 cm über den Boden. Das Wasser läuft langsam aus und versorgt die Pflanze (je nach Witterung) für einige Tage. Gegebenenfalls mit einer Nadel ein kleines Loch oben in die Flasche bohren, dann läuft das Wasser schneller ab.

6. Gießen Sie am besten morgens oder abends. Dann verdunstet weniger Wasser.

7. Vergessen Sie Insekten und Vögel nicht: Füllen Sie einen Teller mit Wasser und legen Sie einen Stein oder Ast auf den Rand, damit die Insekten klettern können. Speziell für Vögel können Sie auch größere Wasserbäder anbieten.

Gartenarbeit kann so einfach sein

Wie kann man auch als Gartenanfänger ein kleines Stück Land sinnvoll begrünen? Gartenexpertin Scarlet Allenspach gibt Tipps und Tricks rund ums Gärtnern.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Dossier „Im Bett mit Aussicht“

Wie kann man auch als Gartenanfänger ein kleines Stück Land sinnvoll begrünen? Gartenexpertin Scarlet Allenspach gibt Tipps und Tricks rund ums Gärtnern.

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