Immortal Devil: Die Mechanik von Gacha gibt Anlass zur Kritik

Bild: Blizzard

Das Verkaufsangebot bei Diablo Immortal treibt die Gene in die Höhe. Auf Twitter kursiert der Hashtag #diabloimmoral – Unmoralisches Diablo. Im Grunde konnten die endgültigen Updates nur über Mikrotransaktionen bezogen werden, und das Freischalten aller kostet einen sechsstelligen Betrag. Verschärft wird das Problem durch die Zielgruppe.

Um alles für einen Helden in Diablo Immortal freizuschalten, ist laut einer Analyse des YouTube-Kanals Bellular News eine sechsstellige Investition erforderlich. Am Ende des Spiels werden legendäre Juwelen benötigt, die im Grunde nur mit Lootboxen gewonnen werden können. Während für das Durchspielen eines Dungeons Kisten als Belohnung benötigt werden, haben höhere Level nur eine minimale Droprate, selbst wenn Spieler Abzeichen gekauft haben, die die Droprate erhöhen.

Zwar gibt es einen „Pitty Timer“, der alle 50 Kisten einen Stein der höchsten Seltenheitsstufe garantiert, selbst beim Kauf des größten Kistenpakets sind es aber nur 45 Stück. Theoretisch sind die Boxen auch ohne Kauf zu gewinnen, allerdings erfordert die Gesamtaufwertung eines Charakters laut Analyse etwa zehn Jahre Spielzeit. Unterm Strich ist es unmöglich, mit dem normalen Spiel genügend Endausstattung zu bekommen. An diesem Punkt wird Diablo Immortal eindeutig zu Pay2Win, und sehr teuer, und richtet sich an diejenigen Spieler, die bereits viel Zeit und Geld investiert haben.

Blizzard vor Veröffentlichung: “Bei Diablo Immortal kann man seinen Computer nicht für Geld kaufen oder aufrüsten!”

Blizzard nach der Veröffentlichung: „Aber die Edelsteine ​​zählen natürlich nicht als Team. Das haben wir immer gesagt! Außer wenn wir es nicht gesagt haben. Ähm.“ pic.twitter.com/xhHmnqsE56

– Maurice Weber (@ MauriceWeber42) 6. Juni 2022

Wut macht sich in Foren und sozialen Medien breit. GameStar stellt dem jedoch die Tatsache gegenüber, dass alle Inhalte kostenlos zugänglich sind, ohne Geld auszugeben. Gelegenheitsspieler hätten also kein Problem. Lediglich im High-Level-Bereich, in klassifizierten Spielen oder PVP ist eine Bezahlung erforderlich. Das Magazin nennt dies eine „gefährliche und manipulative Konstruktion“. Das bedeutet vor allem Folgendes: Die kostenlose Testphase, in der sich Neueinsteiger mit dem Spiel vergnügen können, macht Blizzard einfach etwas länger als gewohnt.

Am Ende bleibt Diablo Immortal aber „unmoralisch“ im Sinne eines typischen Free-to-Play-Produkts mit einer aggressiven Verkaufsstrategie im Stil von Candy Crush und Co. Activision Blizzard, der Eigentümer von King, verfügt über interne Erfahrung. Am Ende erklärt diese Tatsache auch einen Teil der Empörung: Diablo Immortal als nächstes Diablo hat das Potenzial, viele Veteranen anzuziehen, die wenig Erfahrung mit Mobile Gaming haben. Zudem wird Blizzard (noch) nicht mit aggressiven Verkaufsmodellen in Verbindung gebracht. Diesen Spielern eine Partie Gacha zu servieren, verursacht auf Knopfdruck Probleme. Blizzard weiß das seit der ungeschickten Ankündigung des Spiels.

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