Gepostet am 21. Juni 2022, 15:17 Uhr
Umweltfreundlicher Bitcoin-Mining: Der Krypto-Millionär Dadvan Yousuf will in der Schweiz die grösste Bitcoin-Mining-Farm Europas bauen.
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Dadvan Yousuf will in der Schweiz die grösste Bitcoin-Farm Europas errichten.
zvg / Simon Tanner
Und das, obwohl der Preis von Bitcoin in den letzten Monaten rapide gefallen ist.
20min / Marco Zangger
Er sei überzeugt, dass in Zukunft nur Farmen, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden, Bitcoins verwerten können, sagt Yousuf. «Ich erwarte kein Bitcoin-Verbot, sondern ein Verbot des Bitcoin-Mining, auch in der Schweiz.»
zvg / Simon Tanner
Bitcoin ist im Minus: Lag der Preis für einen Bitcoin vor knapp einem halben Jahr noch bei über 60.000 US-Dollar, liegt er heute bei rund 20.000 US-Dollar. Auch andere Kryptowährungen wie Ethereum sind abgestürzt. Der Schweizer Kryptowährungs-Milliardär Dadvan Yousuf, 21, lässt sich nicht beirren. Wie er am Sonntag scherzhaft auf Twitter ankündigte, will er Land kaufen, um solarbetriebene Bitcoins auszubeuten.
Auf die Bitte um 20 Minuten bestätigte Yousuf, dass er eine Bitcoin-Mining-Farm in der Schweiz aufbauen wolle: «Geplant ist die grösste Bitcoin-Mining-Farm Europas, die ausschliesslich mit erneuerbarer Energie betrieben wird.» Die meisten Kryptowährungen würden auf zwei Konsensmechanismen basieren: Arbeitsnachweis und Teilnahmenachweis. Weil das Bitcoin-Mining aufgrund der Validierungsmethode – dem Working Test – viel Strom benötigt und deshalb von Verbänden und Umweltschutzbehörden kritisiert wird, glaubt er, dass diese Art des Minings in Zukunft verboten werden wird.
12.000 Quadratmeter Land wurden gekauft
„Ich mache mir keine Illusionen: Fast alle Statistiken zeigen, dass Bitcoin-Mining umweltschädlich ist“, sagt Yousuf. Einige Länder tolerieren es gar nicht mehr, andere verbieten den Bergbau. Er sei überzeugt, dass in Zukunft nur Farmen, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden, Bitcoins verwerten können, sagt Yousuf. «Ich erwarte kein Bitcoin-Verbot, sondern ein Verbot des Bitcoin-Mining, auch in der Schweiz.» Wer sich darauf vorbereite, habe einen „riesigen Wettbewerbsvorteil“. Das Grundstück umfasst eine Fläche von 12.000 Quadratmetern und es müssen laut Yousuf insgesamt 7.550 Solarmodule installiert werden. „So können jährlich rund 900 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden.“ Wo er ist, will er vorerst geheim halten: “Ich will keine Einwände.”
Doch wer finanziert das Projekt? „Die Dohrnii-Kryptowährungsstiftung hat nichts mit dem Projekt zu tun“, betont Yousuf. «Die Kosten des Bergbauprojekts – rund 20 Millionen Franken – werden vollständig privat finanziert.» Daher ist das Projekt nicht von der Superprovisionsverfügung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma gegen die Stiftung Dohrnii betroffen. „Mein Handeln hat nichts mit der Finma oder der Stiftung Dohrnii zu tun, es dient nur meinem Glauben an die Zukunft von Bitcoin“, sagt Yousuf. Die Stiftung respektiert die Verordnung der Finma und erwartet wie er einen schnellen und positiven Entscheid. „Wir sind seit Monaten absolut kooperativ und transparent.“