In Meidling entsteht die erste „Food Hall“ Wiens

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In der Eichenstraße, im zwölften Bezirk, entsteht die erste „Food Hall“ Wiens. Dafür wird das alte Depot der Badner Bahn genutzt. Der Raum soll Restaurants und Künstlern Platz bieten. Die Eröffnung ist für Ende des Jahres geplant.

30.06.2022 07.00

Online seit gestern 7.00 Uhr

Das Konzept heißt „Gleisgarten“. Auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern ist Platz für Gastronomie, drei Bühnen und geteilte Arbeitsräume. Im vorderen Bereich entsteht ein „Coworking Space“ mit „Coffee Corner“ und einem Kinderbereich. In der Mitte des Raumes befindet sich eine große Bühne, die sowohl als Wohnbereich als auch für Ausstellungen und Theatergruppen genutzt werden kann.

Der kulinarische Bereich befindet sich auf der Rückseite des „Gleisgartens“. Es umfasst acht gastronomische Konzepte mit Wiener Küche und internationalen Spezialitäten. Das Bier wird in unserer eigenen Brauerei gebraut. Abends gibt es auch eine Cocktaillounge in der Lobby. Der „Gleisgarten“ ist jedoch ein freier Konsumbereich und soll in erster Linie ein lokaler Treffpunkt für alle Grätzel-Bewohner sein.

Wiener Kulinarisches Zimmer

Wie viele Großstädte auf der ganzen Welt wird es nun auch in Wien ein Esszimmer, also eine Küche geben. Dafür hat sich ein Wiener Start-up in Meidling eingesetzt.

Kulinarischer und urbaner Kunstraum

Das Wiener Start-up „Kraft Movements“ mietete den Raum des Immobilienentwicklers Soravia, um das ehemalige Depot der Badner Bahn in eine „Food Hall“ nach Londoner oder Amsterdamer Vorbild umzubauen. Geschäftsführer Martin Rohrbach hat lange in London, Bratislava und Berlin gearbeitet und dort die Plätze neu gestaltet.

Rohrbach erklärte im Interview „Wien heute“, dass der „Gleisgarten“ sowohl Kochen als auch Kunst in den Vordergrund stellen werde. Tanz- und Musikdarbietungen sowie Ausstellungen können in den Werkstätten „Food Hall“ über einen längeren Zeitraum stattfinden. Der „Gleisgarten“ soll vor allem auch Menschen für Kunst begeistern können, die sonst nicht regelmäßig Museen oder Theater besuchen würden. Ziel sei es, Kultur und Kunst frei zugänglich zu machen und „Urban Art“ in Wien wiederzubeleben, so Rohrbach.

Sie wollen Köche

Das Start-up sucht ab sofort Betreiber und Jungköche, die sich selbstständig machen wollen. „Es gibt schon viele Interessenten, aber wir freuen uns über alle, die noch kommen wollen“, sagte Rohrbach. Das Projekt wird privat und mit Investoren finanziert. Noch in diesem Jahr soll der „Gleisgarten“ eröffnet werden.

Rund um die Lobby entstehen derzeit 850 neue Wohnungen. Im Innenhof soll ein Gastgarten mit 350 Sitzplätzen entstehen. Rund 650 Sitzplätze wird es in der „Food Show“ geben. Für Jürgen Klabetz, Förderer von Immobilienprojekten in Soravia, ist es besonders wichtig, dass das Gebäude und sein industrielles Umfeld maximal erhalten bleiben. Die Arbeiten an der Halle sollen im Juli beginnen.

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