Veröffentlicht am 30. Juli 2022, 22:37 Uhr
Indischer Ozean: Chinesische Rakete stürzt außer Kontrolle ab
Nach Angaben der Vereinigten Staaten ist eine chinesische Rakete am Samstagabend in die Erdatmosphäre eingedrungen und abgestürzt. Die NASA hat China zuvor für unverantwortliches und riskantes Handeln kritisiert
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Chinas „Long March 5B“-Rakete hat am Sonntag das zweite Modul der im Bau befindlichen Raumstation „Tiangong“ (Himmlischer Palast) gestartet.
ÜBER REUTERS
So soll die chinesische Raumstation eines Tages aussehen.
Bilder von Bildern/VCG
NASA-Chef Bill Nelson kritisierte China dafür, bestimmte Flugbahninformationen nicht zu teilen.
AFP
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Die chinesische Rakete „Long March 5B“ ist am Samstagabend in die Erdatmosphäre eingedrungen.
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Experten zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen oder besiedelte Gebiete betroffen sind, äußerst gering.
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Die NASA kritisiert jedoch, dass China internationale Sicherheitsstandards nicht einhalte.
Nach Angaben der USA ist eine chinesische Rakete unkontrolliert aus dem All abgestürzt. Die Rakete Long March 5B ist am Samstag über dem Indischen Ozean in die Erdatmosphäre eingedrungen, teilte das Weltraumministerium der US-Armee auf Twitter mit. Weitere Angaben machte das US Space Command nicht. Die chinesische Regierung muss Angaben zu möglichen Trümmerteilen und dem Ort des Einschlags machen.
NASA-Chef Bill Nelson warf Peking jedoch vor, keine Informationen über die Flugbahn der Rakete als unverantwortlich und riskant herauszugeben. „Alle Weltraumnationen sollten sich an bewährte Verfahren halten und ihren Teil dazu beitragen, diese Art von Informationen im Voraus zu teilen“, sagte er am Samstag auf Twitter. Vor allem bei Raketen wie dem “Long March 5B” bestehe durch die Trümmer ein “erhebliches Risiko für den Verlust von Leben und Eigentum”.
Die chinesische Rakete „Long March 5B“ kann ihre Triebwerke nicht mehr starten. Unkontrolliert stürzt sie zu Boden.
20 Minuten
China baut eine Raumstation
Am vergangenen Sonntag brachte die Rakete das unbemannte Wentian-Modul innerhalb von Minuten in die Umlaufbahn, das zweite von drei Modulen auf der chinesischen Raumstation Tiangong. Chinas Raumfahrtbehörde sprach nach dem Start von einem “totalen Erfolg”. Das neue Modul wird an das im April 2021 gestartete Kernmodul „Tianhe“ gekoppelt.
Demnach seien im Mai 2021 die Überreste einer dafür eingesetzten Rakete in der Nähe des Malediven-Archipels in den Indischen Ozean gestürzt. Laut Chinas Weltraumprogramm wurde “das meiste davon” verbrannt und zerstört, als es wieder in die Erdatmosphäre eintrat.
Die Raumstation soll bis Ende des Jahres voll betriebsbereit sein und eine Nutzungsdauer von zehn Jahren haben. Die Volksrepublik hat in den vergangenen Jahren Milliarden in ihre Raumfahrtprogramme investiert, um zu den USA und Russland aufzuschließen.
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(DPA/AFP/job/roy)