Infektionsschutzrechtsstreit: Weltärztedirektor fordert Blockaden als Herbstoption

Das Gesetz des Weltgesundheitsdirektors zum Infektionsschutzgesetz fordert Blockaden als Sturzoption

28.05.2022, 04:11 Uhr

Die Kronenzahlen in Deutschland sind derzeit rückläufig. Aber im Herbst, warnt Weltarzt Montgomery, würden sie “unweigerlich” wieder auferstehen. Daher sei es „fahrlässig“, drastische Maßnahmen wie neue Ausgangsbeschränkungen vollständig auszuschließen. Er wirft der FDP einen “falschen Freiheitsfetischismus” vor.

World Medical Director Frank Ulrich Montgomery hat einen Plan gegen die Krone gefordert, der eine Sperroption für den Herbst beinhaltet. „Gesundheitsminister Karl Lauterbach muss das Infektionsschutzgesetz anpassen, damit Eindämmungsmaßnahmen im Ernstfall bundesweit einheitlich eingeführt werden können“, sagte der Präsident der Ärztekammer. Weltmeisterschaft der „Neuen Osnabrücker Zeitung”. Als “letztes Mittel” solle das novellierte Infektionsschutzgesetz “auch die Möglichkeit einer Sperrung beinhalten”, sagte Montgomery.

„Es wäre fahrlässig, dieses Werkzeug nicht in den Werkzeugkasten zu legen, auch wenn wir alles tun müssen, um es nie wieder herausnehmen zu müssen.“ Weitere Instrumente reichten von „der Maskenpflicht im öffentlichen Raum bis hin zu Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen“.

Nach jüngsten Äußerungen von Parteivizepräsident Wolfgang Kubicki und Justizminister Marco Buschmann warnte der Weltärztedirektor die FDP davor, neue Maßnahmen zu blockieren. Sie sollten die Pläne von Gesundheitsminister Lauterbach nicht “zerlegen”, sagte Montgomery.

Grüner Experte: Entscheidung nach den Sommerferien

Montgomery stellte fest, dass die Kronenzahlen in vielen Teilen der Welt bereits wieder steigen. Das wird auch in Deutschland „zwangsläufig“ passieren, wenn es kälter und feuchter wird und sich das Leben wieder ins Landesinnere verlagert. Anders als in den Vorjahren sei eine große Zahl von Menschen geimpft oder genesen, aber wir hätten die Pandemie noch nicht beendet, warnte der Weltärztedirektor.

Die Ankündigung von Gesundheitsminister Lauterbach, im Herbst eine Maskenpflicht in Innenräumen zu ermöglichen, hat in Berlin unterdessen gemischte Reaktionen hervorgerufen. „Wir brauchen die Möglichkeit einer Maskenpflicht für den Herbst. Die medizinische Wirksamkeit bei der Infektionsprävention ist belegt“, sagte Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Welt.

Der weitere Handlungsbedarf hängt insbesondere von den Empfehlungen des Bundesexpertenrates für den Herbst ab. „Ich gehe davon aus, dass der Sachverständigenrat und auch die Kommission zur Evaluierung des Infektionsschutzgesetzes im Laufe des Monats Juni ihre Berichte haben werden, dann werden wir uns als Koalition beraten und entscheiden, was zu tun ist“, sagte Dahmen. „Das Ziel sollte sein, dass wir direkt nach den Sommerferien eine Entscheidung treffen, um besser auf den kommenden Herbst und Winter vorbereitet zu sein.“

Das Infektionsschutzgesetz solle ohne unnötigen Alarmismus überarbeitet werden, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge. “Es sollte nicht zu einer Automatisierung werden, um in Grundrechte wie die 2G- oder 3G-Routine einzudringen.” Vielmehr sollten Bund und Länder anhand der Fakten entscheiden, welches Vorgehen angemessen ist.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *