Die Inflationssituation entspannte sich im Juni etwas. Dreht Putin jedoch weiter den Gashahn auf, drohen sie mit dem Tod.
Die Nachricht klingt zunächst positiv: Die Deutschen atmen Inflation. Die Inflation hat sich im Juni leicht verlangsamt. Die Inflation stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 7,6 Prozent, im Mai lag die Inflationsrate noch bei 7,9 Prozent. Vor allem Benzinrabatte und Neun-Euro-Scheine drückten im Juni auf die Preise.
Jetzt könnten wir uns ausstrecken, entspannen, durchatmen und den Sommer genießen, schließlich liegen die Schritte der Bundesregierung auf der Hand.
Doch wer die Seele baumeln lässt, erlebt im Herbst und Winter ein böses Erwachen. Die bittere Wahrheit ist, dass das Schlimmste noch bevorsteht und wir die Folgen wahrscheinlich am unteren Ende der Mittelschicht spüren werden.
Die Menschen schränken den Konsum ein
Dank Lindners Rabatt wird das Tanken nun etwas günstiger, was deutschen Autofahrern gefällt. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind mit dem 9-Euro-Ticket deutlich günstiger als bisher. Aber das ist nicht genug. Vor allem Geringverdiener spüren kaum Entlastung.
Laut einer Studie des gewerkschaftlichen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sind 52 Prozent der Erwerbstätigen mit einem vergleichsweise geringen Familieneinkommen von bis zu 2.000 Euro netto im Monat aufgrund des Preisanstiegs beim Einkaufen eingeschränkt. Der t-online Warenkorb zeigt auch, dass vor allem Lebensmittel deutlich teurer geworden sind, wie zum Beispiel: Brot, Kartoffeln, Hackfleisch und Gemüse.