Inflation: Rettungspaket fühlt sich „enttäuscht“

Die Treibstoffkosten steigen und Rettungsorganisationen fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen. Der Arbeiter-Samariterbund wollte eine Steuerbefreiung von der Mineralölsteuer für Rettungs- und Krankentransporte, doch das Finanzministerium lehnte ab. Rettungsorganisationen fordern jetzt Sondermittel, ähnlich wie sie Landwirte erhalten.

„Die Zeit drängt. Die Kosten steigen weiter“, warnt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.


Ministerium: Rettung profitiert auch von Erleichterungen


Am Freitag verwies das Finanzministerium auf die von der Bundesregierung angekündigten Hilfspakete in Türkisgrün. Davon würden natürlich auch Rettungsorganisationen und ihre Mitarbeiter “direkt oder indirekt” profitieren, heißt es in einer Mitteilung. Bei der von Rettungsorganisationen geforderten Senkung der Mineralölsteuer unterliegt man den EU-Vorgaben der Energiesteuerrichtlinie. Und das erlaubt keine Ausnahme für Krankenrettungs- und Transportdienste. Zudem zeigen Beispiele aus anderen Ländern wie Deutschland, dass die Spritpreisgrenze beim Verbraucher nicht ankommt.

Laut Aussendung haben die vier großen Rettungsorganisationen Österreichs vor einigen Wochen den Finanzminister angeschrieben und auf die prekäre Lage angesichts steigender Spritkosten aufmerksam gemacht. Ihre gemeinsame Petition: „Zur Entlastung der Rettungs- und Rettungsdienste schlagen wir vor, Rettungs- und Rettungsorganisationen von der Mineralölsteuer zu befreien. Diese Maßnahme trägt wesentlich dazu bei, die uneingeschränkte Aufrechterhaltung dieses gesundheitlich relevanten Leistungsbereichs zu gewährleisten.“ des Volkes, der Bevölkerung”, sagt Hundsmüller.

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Wochen später kam die schriftliche Absage vom Department of the Treasury; “Einen Tag vor der Ankündigung, dass die Landwirtschaft ein 110-Millionen-Hilfspaket erhält.” „Wir als Rettungsorganisation sind von der Bundesregierung völlig enttäuscht“, sagte Hundsmüller. In einem Land wie Österreich darf es nicht passieren, dass Menschen nicht die medizinische Versorgung bekommen, die sie brauchen. Sollte die Befreiung von der Mineralölsteuer nicht möglich sein, beantragte Hundsmüller Sondermittel, ähnlich dem 110-Millionen-Euro-Paket für die Landwirtschaft, die auch in Zukunft die Versorgungssicherheit bei der Rettung und dem Transport von Patienten gewährleisten sollen.

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