Auf der Entwicklermesse MS Build 2022 hat Microsoft auch geplante Verbesserungen des Microsoft Store vorgestellt. Entwickler sollen unterstützt werden, indem Anwendungen in Windows leichter auffindbar gemacht werden, die richtigen Zielgruppen können durch Application Advertising erreicht werden, und jetzt haben auch Win32-Programmierer und progressive Web-Anwendungsentwickler Zugriff auf den Microsoft Store.
Anwendungen wiederherstellen
Eine der attraktivsten neuen Funktionen für Benutzer wird bald zum Testen von Windows 11 aus dem Insider-Vorschaukanal kommen: Anwendungen wiederherstellen. Aufgrund des wachsenden Computermarktes sieht Microsoft die Notwendigkeit, Benutzern den Umstieg auf einen neuen Computer zu erleichtern. Die nächste Funktion ermöglicht es Benutzern, Anwendungen, die sie zuvor auf dem alten Computer installiert haben, automatisch aus dem Microsoft Store wiederherzustellen.
In der Zwischenzeit könnte dies für viele Benutzer ein mächtiges Medium sein, da der Laden schnell wächst. Microsoft berichtet nun, dass beliebte Anwendungen wie ACDSee Gemstone, Adobe Express, Audacity, Canva, Course Hero, Discord, Drawboard PDF, Epic Games, Firefox, Luminar Neo & Luminar AI, Mailchimp, Meitu XiuXiu, Microsoft Teams, OpenOffice, Paramount+, PuTTY, WinZip und Zoom sind im Store erhältlich. Darüber hinaus stieg die Zahl der neuen Apps und Desktop-Spiele im Store im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50 Prozent.
Zudem sollen Android-Entwickler erweiterte Zugriffsmöglichkeiten erhalten. Aufgrund der Kooperation mit Amazon hält der Amazon App Store Einzug in Windows 11. Er ist derzeit nur in den USA erhältlich, soll aber noch in diesem Jahr auf weitere Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Großbritannien ausgeweitet werden.
Bessere Sichtbarkeit von Anwendungen
Um Anwendungsentwicklern mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Anwendungen zu bewerben, erweitert Microsoft beispielsweise seine Windows-Suche im Startmenü. Nachdem Sie das Startmenü geöffnet haben, führt die Eingabe von Wörtern dazu, dass Windows lokal und im Internet nach übereinstimmenden Anwendungen sucht. Jetzt gibt es auch Microsoft Store Apps, die einfach und direkt aus den Suchergebnissen installiert werden können. Außerdem soll es einen Pop-up-Store und Badges geben, die Entwickler in Webseiten integrieren können.
Microsoft führt auch Microsoft Store Ads ein. Damit soll es Anwendungsentwicklern ermöglicht werden, ihr Produkt gezielt einer entsprechenden Klientel vorzustellen. Als Beispiel nennt die Gruppe, dass ein Programmierer in einer Musik-App eine gezielte Kampagne erstellen kann, um die App einem Publikum zu zeigen, das Musik mag oder Musik macht. Ein Pilotprogramm wird in Kürze beginnen. Interessierte Entwickler können sich für eine Warteliste anmelden.
Willkommen Win32-Entwickler
Im vergangenen Jahr hatte Microsoft eine Warteliste für Win32-Entwickler angekündigt, die ihre Anwendungen in .NET, C++, Electron, Flutter, Qt, Rust und anderen Sprachen oder Frameworks programmieren. Diese Option steht nun allen Entwicklern offen. Microsoft sieht eine Verbesserung bei der automatischen Übertragung neuer Softwareversionen in den Store mithilfe der GitHub Action- oder Rest-APIs.
Anwendungsentwickler sollten beispielsweise in der Lage sein, die Anwendung für begrenzte Tests unsichtbar zu machen. Ein bald veröffentlichtes Dashboard soll einen Überblick über den Benutzerzugriff und die Anwendungsnutzung, den Gesundheitszustand der swoei-Anwendung und erfolgreiche Installationen bieten.
Progressive Web Application Developers (PWAs) erhalten ebenfalls neue Tools. PWA Starter soll die Entwicklung von Anfang an erleichtern und nützliche Tipps geben. PWA Studio ist eine Visual Studio Code-Erweiterung, die das Erstellen, Packen und Veröffentlichen von PWAs im Microsoft Store unterstützt, ohne dass Entwickler Visual Studio verlassen müssen.
(DMK)
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