Masturbieren mit einem Vibrator hat gesundheitliche Vorteile
Es ist seit langem bekannt, dass regelmäßige Selbstbefriedigung zahlreiche positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit hat, wie im obigen Link erläutert. Die Verwendung eines Vibrators kann die gesundheitlichen Auswirkungen der Selbstbefriedigung verstärken.
Laut einem Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Alexandra Dubinskaya, Gynäkologin am Cedar-Sinai Medical Center in Los Angeles.
Der Vibrator stärkt den Beckenboden und schützt vor Inkontinenz
In ihrer im Mai 2022 im The Journal of Urology veröffentlichten Meta-Studie werteten Forscher 21 von insgesamt 558 bereits veröffentlichten Artikeln zum Thema Vibratoren und deren Auswirkungen auf die Gesundheit aus.
Es stellte sich heraus, dass die übliche Verwendung eines Vibrators
- stärkt den Beckenboden
- lindert Schmerzen im Genitalbereich,
- erhöhte Libido und sexuelle Befriedigung und insgesamt
- führte zu einer besseren sexuellen Gesundheit.
Die Kräftigung des Beckenbodens wiederum führt zu weitreichenden Verbesserungen bei vielen Bauchbeschwerden, wie z. B. Harn- und Stuhlinkontinenz, Gebärmutter-, Blasen-, Mastdarm- und Scheidenvorfall, Blasenentzündung und den oben genannten sexuellen Störungen, also Maßnahmen zur Kräftigung Der Beckenboden sollte ein wichtiger Bestandteil der jeweiligen Therapie sein. Das kann ein Vibrationstraining sein, aber auch klassische Beckenbodenübungen.
Leichtere Orgasmen und weniger Stress
Frauen, die regelmäßig mit einem Vibrator „trainierten“, kamen auch schneller zum Orgasmus und erreichten leichter multiple Orgasmen. Da regelmäßige Orgasmen auch wesentlich zum Stressabbau beitragen und allein dieser Aspekt die Gesundheit in vielen Bereichen deutlich verbessern kann (Stress gilt als wichtiger Faktor bei der Entstehung von Krankheiten), sollten Vibratoren auch als therapeutische Hilfsmittel im Rahmen einer effizienten Nutzung in Betracht gezogen werden Umgang mit Stress. .
All diese positiven Wirkungen sollen laut den Forschern dazu führen, dass Ärzte ihren Patienten künftig vor allem in der Beckenbodenmedizin, bei sexuellen Problemen oder rekonstruktiven Operationen (zum Beispiel nach Genitalverstümmelung) Vibratoren verschreiben sollten.
Die Ergebnisse der Studie werden auf dem diesjährigen Treffen der American Urological Association vorgestellt (2).
Vibrator als Therapie bei sexuellen Störungen
Bereits 2018 wurde von einem multidisziplinären Team der Mayo / USA Clinic eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass Vibratoren eine evidenzbasierte Therapie für eine Reihe von Sexualstörungen darstellen (1), nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, S. zum Beispiel.:
- erektile Dysfunktion
- Ejakulationsschwierigkeiten, z.B. B. Vorzeitige Ejakulation
- Orgasmusprobleme (wenn Sie jemals oder selten einen Orgasmus haben)
- Vulvodynie – Schmerzen im äußeren Genitalbereich von Frauen
Vibrationstherapie alleine oder mit einem Partner
Wenn Sie einen Partner haben und noch nie einen Vibrator benutzt haben (nicht einmal mit Ihrem Partner), teilen Sie ihm mit, dass Sie beabsichtigen, einen Vibrator zu benutzen, und warum. Da die Verwendung eines Vibrators nie nur eine rein medizinische Therapie darstellen kann, sondern in den meisten Fällen auch mit sexuellem Vergnügen verbunden ist, können Sie den Vibrator natürlich auch zu zweit in Ihre Liebesbeziehung integrieren. Sie müssen sich also nicht (nur) etwas gönnen, Ihr Partner kann das sehr gut.
Verwenden Sie den Vibrator immer mit Gleitmittel
Ob Sie den Vibrator alleine benutzen oder Ihr Partner Sie damit stimuliert, ein Gleitmittel ist immer sehr zu empfehlen, besonders wenn der Vibrator innerlich, also vaginal oder anal, verwendet werden soll. Es ist besser, zu viel Schmiermittel zu verwenden als zu wenig.
Da es auch viele verschiedene Schmierstoffqualitäten gibt, empfehlen wir folgendes Schmiermittel:
* Greentea Gleitmittel ist wasserlöslich, glycerinfrei und vegan. Es kann mit allen Arten von Vibratoren und Sexspielzeugen kombiniert werden und verändert den pH-Wert der Vaginalflora nicht, was sehr wichtig ist, um vaginale Candidiasis oder bakterielle Infektionen (bakterielle Vaginose) zu verhindern.
Gibt es Risiken bei der Verwendung von Vibratoren?
Vibratoren lassen sich zwar sehr gut zu therapeutischen Zwecken einsetzen, bergen aber auch Risiken, was einfach daran liegt, dass sie auch in den Körper eingeführt werden und die entsprechende „Therapie“ auch zu zweit durchgeführt werden kann, was zu Verletzungen führen könnte (besonders bei Männer im Analbereich).
Natürlich sollten Vibratoren, egal ob als Therapie oder als Sexspielzeug, nicht mit anderen geteilt werden, um mögliche Ansteckungsrisiken auszuschließen. Jeder sollte also seinen eigenen Vibrator haben.
Die regelmäßige Verwendung eines Vibrators kann zu einer Desensibilisierung oder sogar Taubheit der Genitalnerven führen, was bedeutet, dass Sie möglicherweise nicht so gut auf andere Formen der Stimulation reagieren (z. B. Ihr Paar). Diese Effekte sind jedoch vorübergehend, sobald Sie den Vibrator auf einen anderen mit einer anderen Stimulationsform umstellen oder ein Modell wählen, bei dem Sie nicht nur die Intensität der Vibration, sondern auch verschiedene Stimulationsarten einstellen können.
Da auch durch die einfache Art der Stimulation (und leicht zu erreichenden Orgasmen) durch einen Vibrator eine Art psychische Abhängigkeit entstehen kann, ist es notwendig, genau zu beobachten und von Zeit zu Zeit innezuhalten, um eine Abhängigkeit zu vermeiden.
Problematisch ist oft auch, dass der therapeutische Einsatz von Vibratoren wenig bekannt ist. Ärzte und medizinisches Personal sind darüber oft ratlos und können kaum konkrete Empfehlungen für die Wahl des richtigen Vibrators oder Anweisungen zur genauen Anwendung des Vibrators geben, was natürlich auch dazu führen kann, dass Patienten stundenlang einen Vibrator verwenden. alle.
Welcher Vibrator ist der richtige?
Wissenschaftler der Mayo Clinic gaben Ratschläge, was bei der Auswahl des richtigen Vibrators zu beachten ist, um Risiken zu vermeiden und alle gesundheitlichen Vorteile zu nutzen:
- Soll der Vibrator nur äußerlich oder durch Penetration verwendet werden? Je nach Zweck und Anwendung gibt es unterschiedliche Größen und Formen.
- Wird der Vibrator anal oder vaginal verwendet? Es gibt spezielle Modelle für den analen Gebrauch und auch für den vaginalen Gebrauch. Achten Sie darauf, dass die Vibratoren, die Sie anal verwenden möchten, eine breite Basis oder einen Entnahmeriemen haben, da sie sonst im Darm verschwinden können. Je nach Größe können sie beim nächsten Stuhlgang wieder auftauchen. Es besteht aber auch die Gefahr, dass dies nicht der Fall sein wird, weshalb vorsorglich eine Fahrt ins Krankenhaus erforderlich ist. Denn je nach Modell kann es auch zu einem Keil im Darm kommen.
- Wenn Sie Schmerzen beim Eindringen beim Geschlechtsverkehr verspürt haben, wählen Sie ein besonders enges und absolut weiches und nahtloses Muster. Oder wählen Sie einen Vibrator, der nur äußerlich verwendet wird.
- Wenn Sie eher unsensibel sind und nur bei intensiver Vibration etwas spüren, wählen Sie einen Vibrator mit mehreren Intensitätsstufen.
- Wenn Sie nicht möchten, dass andere Mitbewohner oder Familienmitglieder Ihre Therapie mit Vibratoren bemerken, wählen Sie ein super leises Modell oder einen kabellosen, wasserdichten Vibrator, den Sie unter der Dusche verwenden können.
- Es gibt Vibratoren aus den unterschiedlichsten Materialien (Silikon, Hartplastik, Glas, Edelstahl, Holz, Gummi etc.). Insbesondere Kunststoffe können Weichmacher und andere Chemikalien (z. B. Phthalate) enthalten, die krebserregend sein können und nicht im Körper und daher nicht in einem Vibrator entstehen. Wählen Sie also einen Vibrator aus schadstofffreiem Material, z. B. Edelstahl oder medizinisches Silikon. Wenn nur “Silikon” angegeben ist, können andere Materialien gemischt werden.
Wichtige Regeln bei der Verwendung eines Vibrators
Beim Umgang mit dem Vibrator sind einige Regeln zu beachten:
Teilen Sie Ihren Vibrator nicht mit anderen!
Die wichtigste Faustregel ist, Ihren Vibrator nicht mit Ihren Sexualpartnern zu teilen, um das Risiko sexuell übertragbarer Infektionen zu verringern. Zum Beispiel ist bekannt, dass das Teilen von Vibratoren oder anderen Sexspielzeugen das Risiko einer bakteriellen Vaginose bei Frauen erhöht, die Sex mit Frauen haben. HPV (humanes Papillomavirus) könnte auch mit einem Vibrator übertragen werden. HPV gilt als Ursache von Gebärmutterhalskrebs.
Reinigen Sie Ihren Vibrator regelmäßig!
Benutze deinen Vibrator auch nicht zuerst anal und dann vaginal, da du sonst Bakterien aus dem Darm in die Scheide einschleppen kannst, was eine Blasenentzündung begünstigen kann.
Wenn Sie den Vibrator nach der analen Anwendung vaginal verwenden möchten, reinigen Sie ihn zuerst (mit warmem Seifenwasser). Sie sollten es auch immer nach jedem Gebrauch reinigen. Sie denken vielleicht, dass dies eine Übertreibung ist, weil Sie es für selbstverständlich halten. In einer Studie gaben jedoch etwa 20 % der Männer und 14 % der Frauen an, dass sie noch nie einen Vibrator vor oder nach dem Gebrauch gereinigt hätten.
Der HP-Virus ist zudem so hartnäckig, dass er die Reinigung überlebt und auch 24 Stunden nach der Reinigung noch Spuren auf dem Vibrator zu finden sind…