James Webb Space Telescope: Die fünf wichtigsten Fakten über Hubbles Nachfolger

© Screenshot / Google Today 13:35 Uhr Miriam Rathje

Das James-Webb-Weltraumteleskop zeigt die bisher tiefsten Bilder des Universums. Nun ehrt Google mit einem Doodle das Auge im All.

Mit dem sogenannten Doodle feiert Google laut einer Mitteilung die „tiefste Aufzeichnung des Universums, die je gemacht wurde“.

Gezeigt wird unter anderem das Infrarotbild „Webb’s First Deep Field“. Das am 11. Juli 2022 veröffentlichte Foto ist das erste Farbbild des James-Webb-Weltraumteleskops und zeigt einen Galaxienhaufen, der 4,6 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Dies ist der bisher tiefste Blick in die Vergangenheit.

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Auch andere Bilder des James-Webb-Weltraumteleskops sind im Google-Doodle zu sehen, etwa der „Carina-Nebel“, die Galaxiengruppe „Stephans Quintett“ und der „Southern Ring Nebula“ (auch „Eight Burst Nebula“) ein Sterbender. eingekreister Stern.

War der Krieg James Webb?

James Webb war zwischen 1961 und 1968 zweiter Verwalter der NASA. Der Amerikaner soll sich in seiner Zeit als Chef der NASA vor allem dafür eingesetzt haben, dass Wissenschaft und Forschung weiterhin eine grundlegende Aufgabe der Raumfahrtbehörde bleiben. Unter seiner Leitung fanden die berühmten Apollo-Missionen statt, bei denen erstmals ein Mensch auf dem Mond landete.

Dass das größte und leistungsstärkste Weltraumteleskop aller Zeiten James Webb hieß, war weltweit umstritten. Schon kurz nach Bekanntgabe des Namens forderten namhafte Astronomen eine Namensänderung des Teleskops, da Webb als damaliger NASA-Chef die Diskriminierung homosexueller Mitarbeiter stillschweigend geduldet haben soll.

Was ist der Zweck des James-Webb-Weltraumteleskops?

Das Hauptziel des James-Webb-Weltraumteleskops ist es, der Wissenschaft Bilder aus den Anfängen des Universums zu liefern. Mit Hilfe eines 25 Quadratmeter großen Spiegels wird das Teleskop Aufnahmen aus der Zeit kurz nach dem Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren machen. Bei der Veröffentlichung der ersten Bilder sagte NASA-Chef Bill Nelson: „Jedes Bild ist eine neue Entdeckung, und jedes bietet der Menschheit eine Vision des Universums wie nie zuvor.“

Außerdem erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse darüber, wie Sterne entstehen und ob es neben der Erde noch andere bewohnbare Planeten gibt.

Vergrößern Das Google-Doodle zeigt fünf Bilder des James-Webb-Teleskops. © Bildschirmfoto / Google

Wie weit ist das James-Webb-Weltraumteleskop von der Erde entfernt?

Das James-Webb-Teleskop umkreist derzeit den sogenannten äußeren Punkt von Lagrange L2, der etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist.

Übrigens liegen die Temperaturen im Weltraum bei etwa 270 Grad. Neben dem der Sonne zugewandten Teleskop können jedoch Temperaturen von bis zu 85 Grad erzeugt werden, während auf der der Sonne zugewandten Seite Temperaturen von bis zu -233 Grad erreicht werden können. Mit Hilfe eines 25 Quadratmeter großen Sonnenschutzes müssen das Teleskop und seine empfindlichen Geräte vor Wärmestrahlung geschützt werden.

Damit das Teleskop detaillierte Langzeit-Infrarotbilder bieten kann, muss die Temperatur der Komponenten unter 223 Grad gehalten werden. Wer sich für die aktuelle Betriebstemperatur des James-Webb-Teleskops interessiert, sollte einen Blick auf die Website „Where is Webb?“ werfen, auf der die aktuellsten Daten gesammelt werden.

Wie schnell fliegt das James-Webb-Weltraumteleskop?

Das Weltraumteleskop bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 202 Metern pro Sekunde, was etwa 727 Stundenkilometern entspricht.

Warum kann das James-Webb-Weltraumteleskop in die Vergangenheit sehen?

Wenn du in die Sterne schaust, schaust du automatisch in die Vergangenheit. Denn Licht legt immer eine gewisse Zeit zurück, bevor es die Position des Betrachters erreicht. Wenn Sie den Mond von der Erde aus betrachten, sehen Sie den Mond so, wie er vor einer Sekunde gesehen wurde. Unser Bild der Sonne hingegen ist laut einem Bericht des „Deutschlandfunks“ bereits 8 Minuten her.

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Mit Hilfe seiner ausgeklügelten Messtechnik kann das James-Webb-Weltraumteleskop Licht aufzeichnen, das 13 Milliarden Jahre im All gereist ist. Wissenschaftler wollen also kurz nach dem Urknall einen Blick in die bisherige Vergangenheit werfen.

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