Jaqueline Badran landet gegen den „Tagesschau“-Beitrag.


Klimapolitik

“Hat es Ihrem Gehirn einen Sommerherbst beschert?” – SP-Nationalrätin Jaqueline Badran kritisierte das SRF

Im Moment steigen nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Emotionen. Nach Aussage eines Interviewers in der „Tagesschau“ spricht SP-Heißsporn Badran von „Rohrjournalismus“.

Kurz nach ihrer Unterbrechung in der Politik kehrte Jaqueline Badran in den Angriffsmodus zurück. Jüngstes Ziel: das SRF und ein Demoskop.

Schlüssel Schlüssel

Das Temperament-Thermometer von Jaqueline Badran wird wieder rot. Wie gewohnt ohne Diplomatie teilt er auf Twitter mit: „Hat er dir ein Sommerloch in @srfnews gegeben?“, fragt er rhetorisch und setzt dann den Hashtag #whistlejournalism unter seinen Tweet.

@srfnews hat dir ein Sommerloch im Kopf bereitet? Die SP ist Juniorpartnerin in der Umweltpolitik, (Kontext: Klimafonds-Initiative? Ja, kennen Sie @mirjam_weidmann nicht, die seit Jahrzehnten Umweltpolitik im Bund Bern macht? 1/4

– Jacqueline Badran (@JayBadran) 18. Juli 2022

Eine Aussage gegenüber der „Tagesschau“ am Montagabend löste Badrans Ausbruch aus. Darin sagte ein Meinungsforscher, dass die SP in den Augen vieler Wähler als „Juniorpartner“ der Grünen in Klimafragen wahrgenommen werde. Das will sich die alte Zürcher Politikerin nicht nehmen lassen. „Wer hat den schrittweisen Ausstieg aus CO2 und Atomkraft und den Ausbau neuer erneuerbarer Energien seit 1982 (!) im Parteiprogramm? Wer hat die Transport- und Verkehrsverlagerungspolitik gemacht? Wer hat die Präsidentschaft der meisten Umweltgruppen inne?“, twitterte er kurz nach Sonnenuntergang.

Die Tomahawks haben es wiederentdeckt

Damit steht die Axt, die vor kurzem zwischen SP und Grünen angeblich vergraben wurde, wieder im vollen Sommerlicht: Hintergrund ist ein Bericht über die „Klimafonds-Initiative“. Dazu hatten sich Sozialdemokraten und Grüne getroffen, nachdem beide Parteien zunächst eigene Volksabstimmungen angekündigt hatten. Nach zahlreichen gegenseitigen Sticheleien wurde aus zwei Initiativen eine, beide Parteien konnten sich einbringen und niemand musste auf der anderen Seite das Feld verlassen; schließlich ist 2023 ein Wahljahr und das Klimathema sollte auch ein bestimmender Faktor sein.

„Gemeinsam fürs Klima“ war die Kernbotschaft einer gemeinsamen Erklärung von SP und Grünen im Januar. Es brauche jetzt “Druck zwischen den Parteien für massive öffentliche Investitionen in den Klimaschutz”. Inzwischen scheint die herzliche Liebe zumindest für den Zürcher Nationalrat wieder abgekühlt zu sein. Sein Parteikollege und Landesrat Daniel Jositsch sieht die Debatte zumindest ein paar Grad kühler: „Wir sind die Ersten in der Politik, die Probleme lösen, und je mehr wir an einer Lösung arbeiten, desto größer sind die Chancen“, sagt er der Tagesschau betont. mit Ruhe.

Mehr als 3 Milliarden Franken für den Klimaschutz

Im Fall Badran hingegen gehe es so: “Oberflächliche, oberflächliche und inkompetente Berichte sind an Irrelevanz kaum zu überbieten.” Grund für den SRF-Bericht war übrigens ein verspäteter Beginn der Erhebung der Klimafonds-Initiative. Eigentlich hätte dies in diesen Tagen, passend zum heißen Sommer, geschehen sollen. Es wird jetzt eine Weile dauern. Hintergrund sei aber kein Streit, sagen Parteichefs, sondern die Tatsache, dass die Vorbereitung einer Initiative einfach Zeit brauche.

Die Initiative fordert die Schaffung eines Schweizer Klimafonds. Die provisorische Fassung sieht vor, dass jährlich zwischen 0,5 und 1 Prozent des BIP in die ökologische Wende der Schweiz investiert werden, was zwischen 3,5 und 7 Milliarden Franken entspricht. Die Initiative zielt unter anderem darauf ab, den Verkehr und die Wirtschaft zu dekarbonisieren, erneuerbare Energien und Recyclingmöglichkeiten zu fördern und die Biodiversität zu stärken.

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