Jetzt müssen Importe helfen: Der Schweiz geht das Getreide aus

Jetzt müssen Importe helfen

Der Schweiz geht das Getreide aus

Nach der schlechten Ernte 2021 fehlt es in der Schweiz an kochgeeignetem Getreide. Deshalb hat der Bundesrat zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zollkontingente für das Körnerbrot erhöht.

Getreide wird in der Schweiz knapp. Deshalb hat die Getreideindustrie eine Erhöhung des Zollkontingents gefordert. Der Bundesrat hat das Zollkontingent um 20’000 Tonnen erhöht, damit die Nachfrage nach Brotgetreide wie Weizen, Roggen und Dinkel gedeckt werden kann.

Im nasskalten, körnigen Sommer 2021 wurden in der Schweiz 304’000 Tonnen kochfähiges Getreide geerntet. Das waren rund 25 Prozent weniger als in den Vorjahren. Auch in anderen Ländern der nördlichen Hemisphäre war die Ernte schlechter als üblich.

10.000 Tonnen Getreide

Seit Anfang September und November können alle 10’000 Tonnen Getreide des nochmals erhöhten Zollkontingents in die Schweiz eingeführt werden. Ab dem 1. Juli gilt die notwendige Änderung der Agrareinfuhrverordnung.

Der Bedarf an Brotgetreide in der Schweiz liegt bei rund 480’000 Tonnen pro Jahr. Im Durchschnitt deckt die heimische Produktion mehr als achtzig Prozent des Bedarfs.

Es ist bereits die zweite Erhöhung

Der Bundesrat hat zum zweiten Mal in diesem Jahr den Zollsatz auf importiertes Brotgetreide erhöht. Am 1. Mai beschloss sie, das Volumen um 40.000 Tonnen zu erhöhen. Das reguläre Zollkontingent beträgt 70.000 Tonnen. (pbe / SDA)

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