Johnny Depp vs. Amber Heard: Urteil gefällt – Das hat die Jury entschieden

Beschwerde

Johnny Depp gewinnt gegen Amber Heard, verliert aber auch

01.06.2022, 21:35 | Lesezeit: 2 Minuten

Die Schlammschlacht zwischen Depp und Heard geht zu Ende. Wie wird die Jury entscheiden?

Foto: dpa

Der Prozess gegen Johnny Depp und Amber Heard erregte große Aufmerksamkeit. Die Jury hat am Mittwoch ihr Urteil gefällt.

Fairfax. Wochenlang sorgte der Prozess für wenig beachtete mediale Aufmerksamkeit. Die Jury hat bereits ihr Urteil im Fall Depp vs. Heard: Die Schauspielerin Amber Heard wurde der Verleumdung ihres Ex-Mannes Johnny Depp für schuldig befunden. Aber auch Depp selbst hat etwas verloren.

Sechs Wochen lang stand Johnny Depp (58) jeden Tag im Zimmer, meist mit getönter Brille und dicken Ringen an den Händen. Manchmal lächelt sie, aber sie schaut oft nach unten, wenn ihre explosive Beziehung mit der Schauspielerin Amber Heard, 36, an die Öffentlichkeit geht.

Doch am Mittwoch, als die sieben Geschworenen ihr einen Sieg über die Ex-Frau zusprachen, fehlte der „Fluch der Karibik“-Star vor Gericht. Nur sein Anwaltsteam war vertreten. Nach Ende des Prozesses reiste Depp für Konzertauftritte nach England. Ganz in Schwarz gekleidet, hörte Heard mit gesenktem Blick zu, als er das Urteil verlas.

Morgenpost von Christine Richter

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Video im Gerichtssaal: Schauspielerin Amber Heard neben ihren Anwälten im Urteil. Foto: dpa

Heftige Vorwürfe: Die Jury glaubte Amber Heard nicht

Die Jury glaubte seinen Missbrauchsvorwürfen nicht. Er muss Depp mehr als 10 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Verleumdung zahlen. Kalter Trost: Laut Jury-Entscheidung schuldet Depp ihm 2 Millionen Dollar für Äußerungen seines ehemaligen Anwalts, die Heards Ruf geschadet hätten.

Depp geht als großer Gewinner der Verleumdungsklage hervor, aber er ist auch ein Verlierer einer inszenierten Schlammschlacht voller Feindseligkeiten, die live aus Gerichtssälen auf der ganzen Welt übertragen wird.

Recht hatte er in der Verleumdungsklage gegen seine Ex-Frau Amber Heard: US-Schauspieler Johnny Depp. Foto: dpa

Johnny Depp v. Amber Heard: Die Jury entschied nach drei Tagen

Das Urteil der Jury, fünf Männer und zwei Frauen, fiel nach dreitägiger Beratung. Im Mittelpunkt von Depps Zivilklage stand ein Meinungsartikel der Washington Post aus dem Jahr 2018, in dem Heard sich selbst als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnete.

Er nannte Depp nicht namentlich, aber der „Fluch der Karibik“-Star hörte, dass er Opfer eines falschen Zeugen wurde und fordert 50 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Verleumdung. Heard konterte mit einer 100-Millionen-Dollar-Forderung. Er behauptete, Depps ehemaliger Anwalt Adam Waldman habe seinen Ruf mit einer Schmutzkampagne beschädigt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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