Jugendliche fordern Anrufverbot: „Wer solche Vorschläge anruft, soll künftig mit einem Bußgeld belegt werden“

Gepostet am 7. Juni 2022, 10:51 Uhr

Gewalttätige Sammellinien können in Spanien künftig mit Geldstrafen belegt werden. Junge Parteien fordern, dass die Schweiz nachzieht, aber sie wehren sich.

von

Nikolaus Mestre

Marino Walser

Daniel Graf

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Mehrere junge Schweizer Parteien fordern ein Anrufverbot: Wer solche Vorschläge ungefragt schreibt, soll künftig mit Busse bestraft werden.

Instagram / Catcallsofbsl

Für Jill Nussbaumer, Vizepräsidentin der Jungen Liberalen, ist klar: „Sexueller Klatsch muss Konsequenzen haben. Es wäre durchaus sinnvoll, diese Lücke in der Bewertung sofort zu schließen und abwertende oder beleidigende Sammellinien zu ahnden.“

FDP die Liberalen

Julia Küng, Co-Vorsitzende der Jungen Grünen, sagt: „Es versteht sich von selbst, dass Menschen nicht belästigt werden, auch nicht verbal. Und es ist eines der Ziele unserer Partei, in der Schweiz die rechtlichen Mittel zu schaffen, um Berufungen zu kriminalisieren.»

Junge Grüne Schweiz

Spanien hat sein Sexualstrafrecht überarbeitet. Die „Ja heißt nur ja“-Lösung gilt künftig nicht nur für sexuelle Handlungen, sondern auch für anzügliche sexuelle Äußerungen, den sogenannten Call: Wenn eine Person ihre ausdrückliche Zustimmung zu solchen Äußerungen nicht gibt, darf sie rein die Zukunft. mit einer Geldstrafe belegt werden, gemeinnützige Arbeit leisten oder bis zu einem Monat Hausarrest verhängen.

Auch die Schweizer Politik arbeitet derzeit an einer Revision des Sexualstrafrechts (siehe unten). Und auch hier gibt es Aufrufe zum Laufstegverbot, vor allem von Jugendparteien: „Sexklatsch muss Konsequenzen haben“, sagt Jill Nussbaumer, Vizepräsidentin der Jungen Liberalen. „Es wäre sehr sinnvoll, diese Lücke in der Überprüfung sofort zu schließen und abwertende oder beleidigende Sammellinien zu ahnden.“

„Anrufsperre könnte der nächste Schritt sein“

Julia Küng, Co-Vorsitzende der Jungen Grünen, sagt: „Es versteht sich von selbst, dass Menschen nicht belästigt werden, auch nicht verbal. Und es ist eines der Ziele unserer Partei, in der Schweiz die rechtlichen Mittel zu schaffen, um den Anruf strafbar zu machen. Wer unaufgefordert anzügliche Äußerungen macht, soll künftig mit einer Geldstrafe belegt werden.“ Das heißt: „Ja, Vergewaltigung muss kommen. Der nächste Schritt könnte ein Anrufverbot sein.“

Auch Marc Rüdisüli, Präsident der Jungen Mitte, sagt: «Solche entwürdigenden Massnahmen müssen verboten werden. Für mich persönlich ist jetzt das Wichtigste, dass die „Ja heißt nur ja“-Lösung erreicht wird.

„Grenzen müssen neu verhandelt werden“

Barbara Berger, Geschäftsführerin von Sexual Health Switzerland, unterstützt die Aussage: «Alles, was den anderen erniedrigt, abwertet oder als anstößig empfunden wird, ist nicht akzeptabel und sollte geahndet werden.» Die Frage ist immer, was die Gesellschaft insgesamt als tolerierbar empfindet und was nicht.

„Natürlich gibt es bei Anrufverboten Sprüche wie ‚Können Sie sich noch daran halten?‘“, sagt Berger, diese Grenzen müssten politisch und in einem weiteren Schritt auch gesellschaftlich neu verhandelt werden .”

“Linke wollen neue Gesetze für alles”

Die JSVP ist die einzige junge Partei, die klar dagegen ist: „Ein einfaches Pfeifen zu sanktionieren ist falsch und wird nicht funktionieren. Hier ist Zivilcourage gefragt, kein Verbot», sagte Präsident David Trachsel. SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann sagte auch: «Die Lösung «bedeutet nur ja», sie hat in der Schweiz wenig Chancen und wäre rechtlich kaum umsetzbar.» Steinemann befürchtet dies würde die Beweislast umkehren: „Wer einer Sexualstraftat angeklagt wird, körperlich oder verbal, soll künftig nachweisen können, dass eine Einwilligung erteilt wurde. Das verletzt das Menschenrecht auf Unschuldsvermutung, das heißt nicht.“ möglich. ”

Zudem sind frauenfeindliche Äußerungen und Äußerungen bereits strafbar, etwa unter dem Straftatbestand der Beleidigung. Das Problem dabei ist die Wahrscheinlichkeit: „Wenn du es schriftlich hast, ist es kein Problem. Aber wenn so ein Spruch mündlich gesprochen wurde, macht ein zusätzliches Verbot keinen Sinn. Die Linke will ständig mehr Gesetze und kriminalisiert alles wirklich höhere Strafen brauchen. Es kann nicht sein, dass jeder vierte verurteilte Vergewaltiger nur eine bedingte Strafe bekommt.“

Auch FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt sieht keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Am Ende könnte jede Äußerung als Belästigung ausgelegt werden. “Deshalb würde ein Anrufverbot Tür und Tor für ungerechtfertigte Anschuldigungen öffnen.”

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