Diesmal sind die Dinosaurier auf der ganzen Welt sehr los. In der neuen „Jurassic World“ sind es andere „Fossilien“, die das Herz der Zuschauer höher schlagen lassen. Jeff Goldblum, Laura Dern und Sam Neill, die bereits im ersten Teil dabei waren, übertrumpfen ihre Nachfolger um Chris Pratt spielend und bringen Humor in die ansonsten lahme Geschichte.
Nach „Jurassic Park“ ist nun auch die Nachfolge-Trilogie „Jurassic World“ am Ende bzw. fertig. Beim großen Finale ist zumindest auf menschlicher Seite die Originalbesetzung mit von der Partie. Neu ist, dass sich T-Rex und Co mittlerweile über die ganze Welt verbreitet haben – Konflikte sind vorprogrammiert. Seit Mittwoch läuft das neuste Dinosaurier-Abenteuer in den Kinos.
Für diejenigen, die sich nicht sehr für den Stoff interessieren: Es gibt insgesamt zwei Trilogien, also sechs Filme. Legendär ist der erste “Jurassic Park” im Jahr 1993, der das Zeitalter der Kinodinosaurier einläutete. Bis 2001 folgen zwei Underground-Fortsetzungen. Die „Jurassic World“-Reihe startete 2015 und belebte das Genre neu. Mit Bryce Dallas Howard und Chris Pratt. Der Film, der am 8. Juni anläuft, schließt diese zweite Trilogie ab. Titel: “Jurassic World: Ein neues Zeitalter”.
Die Welt der Dinosaurier
Die Neuheit des sechsten Teils ist, dass sich die Dinosaurier über den ganzen Planeten ausgebreitet haben. Wie das in ein paar Jahren, ab dem Ende des fünften Teils, geschehen sein soll, bleibt Drehbuchautoren ein Rätsel, aber Logik ist oft nicht gerade die stärkste Seite des Science-Fiction-Genres.
Zusammenstöße zwischen Dinosauriern und Menschen sind jedoch fast täglich in den Nachrichten. Achtung, Dinosaurier auf der Autobahn! “Oh nein, nicht mehr”, stöhnte ein Mitarbeiter der Dangerous Species Agency. Einige Szenen sind etwas parodistisch, etwa wenn Tierschützer in eine illegale Zuchtfarm einfallen und die “mittelalterlichen Verhältnisse” in der Dinosaurierzucht beklagen.
Es kann seinen Reiz haben, durchzuspinnen, wie es wäre, wenn Dinosaurier und Menschen gut koexistieren würden. Es wird ein bisschen zu viel, denn auch die vollständig geklonte Kinderheldin aus dem fünften Teil ist zurückgekehrt. Und damit nicht genug, gibt es in den italienischen Dolomiten auch eine massive Heuschreckeninvasion, die von einem mysteriösen Biotechnologieunternehmen entfesselt wird.
Wirklich spannend ist der Film nicht, denn der Hauptheld Owen Grady (Chris Pratt) kann als Dinosaurierflüsterer mit einfachen Handzeichen die schlimmsten Bestien in Schach halten.
Die alte Crew beeindruckt mit Innenwitzen
Die eigentliche Attraktion ist die Gegenüberstellung der Jurassic Park-Besetzung der 90er Jahre und der Jurassic World-Crew des 21. Jahrhunderts. Dies ist eine Gelegenheit, innere Witze und Anspielungen zu machen, und sie wird viel genutzt.
Sehr schön zum Beispiel die Szene, in der Sam Neill als Paläontologe Dr. Alan Grant Sam Neill wird in seinem Forschungsladen von Ellie Sattler (Laura Dern) besucht und sie begrüßt ihn mit den Worten: „Du hast nichts verändert!“ Womit jeder sieht, dass er mühsam gealtert ist, wie könnte es nach fast 30 Jahren nicht anders sein? An anderer Stelle hat der Mathematiker und Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm fragte, ob er Jurassic World mochte. Antwort: Nein, es gehört dem anderen Team. Es sind die zweibeinigen Veteranen der „Jurassic Park“-Reihe, die für filmische Verhältnisse fast schon prähistorisch sind, die diesen Film retten.
Es ist davon auszugehen, dass all dies wieder ein riesiger Kassenerfolg wird. Und das wiederum soll dafür sorgen, dass mit den Stoff-Dinosauriern noch nicht Schluss ist
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er wird sterben. “Jurassic World” ist vorbei, aber die nächste Trilogie ist definitiv da.