Veröffentlicht am 19. August 2022, 04:41 Uhr
Kallnach BE: „Es ist besorgniserregend“ – Der Mann versuchte, das Mädchen ins Auto zu locken
Ein schwarz gekleideter Mann versuchte in Kallnach BE ein Mädchen in sein Auto zu locken. Das Kind habe richtig reagiert, sagt die Schulgemeinschaft. Die Polizei zeigt Präsenz.
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In Kallnach hat ein Mann am Freitag versucht, ein Kind in sein Auto zu locken.
20min/Matthias Spicher
Das Mädchen habe daraufhin angemessen reagiert, nichts gesagt und sei weggelaufen, heißt es in einer Schulmitteilung.
20min/Matthias Spicher
Das Mädchen erinnerte sich noch daran, dass es sich um ein schwarzes Auto mit Freiburger Nummernschild handelte. Der Mann war schwarz gekleidet.
20min/Matthias Spicher
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Als sich ein Fremder ihrem Auto näherte, reagierte das Mädchen laut Schule angemessen.
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Jetzt wissen die Kinder in den Klassen, wie sie reagieren sollen.
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Die Polizei rät, in diesen Situationen sofort Anzeige zu erstatten.
Am Freitagnachmittag versuchte ein Unbekannter in Kallnach BE, ein Mädchen in sein Auto zu locken. Das geht aus einer Botschaft an Eltern von Schulkindern hervor, die 20 Minuten lang abrufbar ist. Daraufhin fuhr im Stadtzentrum ein Auto an dem Mädchen vorbei, öffnete das Fenster und fragte, ob sie einsteigen und mitfahren wolle. Das Mädchen habe daraufhin richtig reagiert, nichts gesagt und sei weggelaufen, schreibt Regisseur Lukas Reinhard in der Mitteilung.
Schwarzes Auto, schwarze Kleidung
Das Mädchen erinnerte sich noch daran, dass es sich um ein schwarzes Auto mit Freiburger Nummernschild handelte. Der Mann war schwarz gekleidet.
«Es ist besorgniserregend, dass so etwas in unserer Gegend passiert», sagt SN* aus dem nahe gelegenen Lyss BE, die selbst einen schulpflichtigen Sohn hat und viele Eltern in Kallnach kennt. „Ich mache mir auch Sorgen, wenn so etwas in Zürich passiert, aber natürlich ist das bei uns so nah wieder was anderes. Und zwar kurz bevor die erste Schulwoche nach den Ferien beginnt.”
Die Familie meldete den Vorfall der Kallnacher Schulleitung, die daraufhin die Nachricht übermittelte. Die Schule werde nach dem Vorfall Maßnahmen ergreifen, heißt es. Einerseits wird den Kindern in den Klassen bewusst, wie sie auf diese Situationen reagieren sollen.
Melden Sie Vorfälle der Polizei
Auch Familien werden gebeten, darüber zu Hause zu sprechen. Auf Nachfrage bei 20 Minuten bestätigt Bürgermeister Urs Köhli, dass die Nachricht als transparente Information über den Vorfall verschickt worden sei. Und er fügt hinzu, dass «die Kantonspolizei bereits ab der 1. Klasse eine hervorragende Präventionsarbeit leistet», die sich in späteren Klassen wiederholt.
Der Berner Kantonspolizei ist dieser konkrete Vorfall jedoch nicht bekannt, wie Mediensprecherin Magdalena Rast auf Anfrage gegenüber 20 Minuten sagte. „In diesen Fällen ist es wichtig, sich direkt bei der Polizei zu melden“, sagte Rast. Social-Media-Beiträge sollten vermieden werden, damit keine Gerüchte und Falschinformationen verbreitet werden.
„Generell kann man sagen, dass wir bei diesem Thema eng mit den Schulen zusammenarbeiten“, sagt Rast. „Wir machen Präventionsarbeit und sind auf dem Schulweg präsent, gerade jetzt zum Schulstart.“
*Name den Verlegern bekannt.
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