Corina Thälhammer
© Peter Just Die Brüder Jörg und Gernot Kerschbaumer betreiben die Computerfirma Imendo mit Sitz im Klagenfurter Seepark.
Kelag, Kostwein, Kabeg: Bis auf das anfängliche K haben sie alle eines gemeinsam: Sie setzen auf die Lösungen des 2010 gegründeten Computerunternehmens Imendo mit Sitz in Klagenfurt Computerunternehmen mit Spezialisierung auf die Energiewirtschaft zu einem erfahrenen Partner für Business Analytics, Data Analytics, Cloud-Lösungen und individuelle Softwarelösungen. Die Produktpalette reicht von „Imendo Data Solutions“ – mit denen Kunden durch Datenanalyse bestmögliche strategische Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen ziehen können – bis hin zu SharePoint-Lösungen, die Kernteamarbeit ermöglichen.
Geschäftsführer und Mann der ersten Stunde ist Jörg Kerschbaumer, der alle strategischen Agenden von Imendo verantwortet. Unterstützt wird er seit letztem Jahr von seinem Bruder Gernot, der den operativen Bereich leitet. Schon bei der Erstellung des Businessplans im Jahr 2008 war er dabei, entschied sich aber damals gegen einen Einstieg und arbeitete 23 Jahre in Kalifornien, Silicon Valley, unter anderem für Google. Den Kontakt zu Kärnten hat Gernot Kerschbaumer durch Familie und Sommerurlaub nie verloren. „Es ist eine große Motivation, das Familienunternehmen weiterzuentwickeln, ohne diese Chance hätte ich mein Leben in Amerika nicht aufgegeben.“
Die Geschwister verstehen sich beruflich und privat und verbringen die eine oder andere Mittagspause gemeinsam auf dem Tennisplatz. „Es gibt auch Reibungspunkte zwischen uns, aber wir verstehen uns gut“, erklärt Jörg Kerschbaumer. Weil Sie wissen, wo die jeweiligen Kernkompetenzen des anderen liegen.
Mitarbeiter als größtes Gut
Mitarbeiter sind das größte Kapital für Geschwister. Deshalb investieren sie stark in Aus- und Weiterbildung und fördern individuelle Stärken. Teamgeist, gemeinsam erstellte Leitlinien, ein offenes Unternehmen sowie eine Kultur des Fehlers und der persönlichen Weiterentwicklung des Einzelnen stehen bei Imendo im Vordergrund. „Für uns ist es nicht in erster Linie eine Person mit langjähriger Erfahrung in einem Bereich, sondern Motivation und Engagement“, sagt Gernot Kerschbaumer.
Obwohl es schwierig ist, die richtigen Mitarbeiter zu finden, ist das Unternehmen in den letzten zwei Jahren stark gewachsen. Jörg Kerschbaumer betont: „Bis 2021 werden wir monatlich zwei bis fünf Jobs abdecken.“ Derzeit arbeiten etwa 85 Personen bei Imendo. Mit der Zahl der Mitarbeiter wuchsen auch die Büroflächen. Im April verdreifachte es sich im Klagenfurter Lakeside Park, auch der Standort in Wien zog um und vergrößerte sich.
Für die kommenden Monate gibt es bereits konkrete Pläne: „Wir wollen mehr Imendo entwickeln, mehr Österreich entwickeln und stärker in der DACH-Region aktiv sein“, sagt Jörg Kerschbaumer. Darüber hinaus wird das Produktportfolio ab Juli um den Bereich „Cybersecurity“ erweitert.
Dieser Artikel erschien in der 11. Ausgabe der „Kärnten Wirtschaft“.