Kartellleck: Porsche übernimmt 50 % von Red Bull!

(Motorsport-Total.com) – Seit Monaten ist es kein Geheimnis mehr, dass Porsche 2026 als „gleichberechtigter“ Partner von Red Bull in die Formel 1 einsteigen wird. Aber jetzt gibt es den ersten hochoffiziellen Beweis, dass das Projekt im Grunde genommen abgeschlossen ist und die offizielle Pressemitteilung nur noch eine Formsache ist.

© MSN (Fotomontage)

Porsche steigt 2026 als Partner von Red Bull in die Formel 1 Zoom ein

Unter anderem in Marokko wurden in dieser Woche offizielle Informationen über die Genehmigung eines gemeinsam von der Porsche AG und der Red Bull GmbH eingereichten Antrags veröffentlicht, der den Erwerb von 50 Prozent der Anteile des Programms der Red Bull Formel 1 durch Porsche vorsieht . .

Gut zu wissen: Porsche und Red Bull mussten ihr gemeinsames Vorhaben Kartellbehörden melden, unter anderem in rund 20 Ländern außerhalb der Europäischen Union. Das marokkanische Recht schreibt beispielsweise vor, dass solche Anträge veröffentlicht werden müssen, sobald sie genehmigt wurden.

Die Pressemitteilung war für das Heimrennen von Red Bull geplant

Für Porsche und Red Bull wäre das im Prinzip kein Problem gewesen, schließlich hätte das gemeinsame Projekt beim Österreich-Grand-Prix vor drei Wochen offiziell bekannt gegeben werden sollen.

Doch die Pressemitteilung musste erneut verschoben werden, weil der FIA World Sport Council am 29. Juni das Motorenreglement ab 2026 nicht genehmigt hat, da das angekündigte und finalisierte Motorenreglement eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass Porsche den Einstieg in die Formel 1 offiziell bekannt geben kann . . .

Damit bestätigt sich, was seit Monaten eines der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse der Formel 1 ist: Porsche wird nicht nur als Antriebsstranglieferant, sondern auch als 50-prozentiger Partner von Red Bull in die Formel 1 einsteigen. Das hat den Vorteil, dass große Teile des Triebwerks unter einem Dach bei Red Bull Powertrains in Milton Keynes entwickelt und gebaut werden können.

Das Schwesterteam AlphaTauri wird aller Voraussicht nach ebenfalls mit Porsche-Power an den Start gehen, alles andere wäre aufgrund der angestrebten Synergien zwischen Red Bull Racing und AlphaTauri unlogisch, bleibt aber zu 100 Prozent in der Hand der Red Bull GmbH.

Audi: Noch in Verhandlungen mit Sauber

Die zweite Marke des Volkswagen-Konzerns, deren Einstieg in die Formel 1 bereits von allen notwendigen Gremien genehmigt wurde, Audi, ist nicht so weit von ihrem Vorhaben entfernt wie Porsche. Nach Informationen von ‘Motorsport-Total.com’ verhandelt das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt noch mit dem Eigentümer von Sauber, Finn Rausing, über den Erwerb von 75 Prozent der Teamanteile.

Erläuterung: Das heißt ja vom VW-Aufsichtsrat

Christian Nimmervoll beantwortet die brennendsten Fragen zur Entscheidung am 7. April, einem Tag, der in die Geschichte der Formel 1 eingehen wird

Bereits am 7. April 2022 hat der Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns grünes Licht für den Einstieg von Porsche und Audi in die Formel 1 gegeben und die entsprechenden Budgets gebilligt, nachdem zuvor alle Gremien der beiden Marken grünes Licht gegeben hatten

Zuletzt kamen Zweifel auf, weil Volkswagen-Chef Herbert Diess am 22. Juli seinen Rücktritt ankündigte. Diess wird jedoch zum 1. September durch den Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, Oliver Blume, ersetzt, der bereits ein starker Befürworter des Formel-1-Programms auf Porsche-Markenebene war.

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