Kartenzahlungsstörungen: Rabatte melden die Lösung des Problems

Dresden. Aktualisiert Montag, 30. Mai, 12:50 Uhr: Nach Problemen mit Kartenzahlungen können Verbraucher des Aldi-Nord-Rabatts bald wieder überall bargeldlos einkaufen, so das Unternehmen. Die Zahlung per Karte „wird kurzfristig in allen Märkten wieder möglich sein“, sagte ein Sprecher von Aldi Nord am Montag auf Anfrage.

Gestörte Bezahlgeräte würden durch neuere Modelle ersetzt. „Einige Märkte haben am Wochenende bereits umgestellt, der Rest folgt in den kommenden Tagen.“ Kartenterminals sollten ohnehin in diesem Jahr schrittweise ersetzt werden, jetzt wird es beschleunigt. Aldi Süd war von den Problemen nicht betroffen.

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Auch Discount Netto stellte die Terminals um und meldete am Montag, dass damit Schluss sei. Kartenzahlungen seien im gesamten Filialnetz wieder möglich, teilte das Unternehmen mit. In einigen deutschen Geschäften konnten Kunden in den vergangenen Tagen nicht per Postanweisung oder Kreditkarte bezahlen. Hintergrund war eine Fehlfunktion des Verifone H5000-Geräts. Es wird unter anderem vom Dienstanbieter Payone verwendet.

Zahlungsprobleme am Wochenende

Sonntag, 29. Mai, 8:30 Uhr: Im deutschen Einzelhandel mussten Kunden beim bargeldlosen Bezahlen mit Einschränkungen rechnen. Die Zahlungsdienstleister Payone und Concardis gaben am Samstag bekannt, dass die Störung, die teilweise zu Fehlern bei Zahlungen per Zahlungsanweisung oder Kreditkarte führt, andauert. Dass es noch Probleme gibt, zeigen auch die Informationen auf dem Online-Portal alle Störungen.

Betroffen von dem technischen Fehler sind die H5000-Kartenzahlungsterminals von Verifone, die seit Dienstagabend landesweit zu erheblichen Einschränkungen bei der Abwicklung von Transaktionen geführt haben.

Kartenzahlungen in mehreren Ketten seien noch nicht oder nur eingeschränkt möglich, bestätigte ein Sprecher von Aldi Nord am Wochenende.

Das Terminal vom Typ H5000 wird hauptsächlich in Deutschland verwendet. Allein der Zahlungsdienstleister Payone hat nach eigenen Angaben rund 60.000 solcher Geräte bei Händlern im Einsatz.

Problem dieses Wochenende gelöst?

Um die Geräte neu zu starten, sei anstelle des Händlers oder Technikers ein manueller Eingriff erforderlich, sagte Payone unter Berufung auf Verifone. Alle verfügbaren Ressourcen für das Update wurden bereits zusammengestellt. „Wir gehen jedoch davon aus, dass dieses Verfahren nicht ad hoc vor Ort durchgeführt werden kann, sondern voraussichtlich einige Tage dauern wird“, sagte eine Payone-Sprecherin. Unabhängig davon würden Alternativen entwickelt, damit die Karten so schnell wie möglich wieder akzeptiert werden könnten.

Verifone sagte, es arbeite mit Kunden und Partnern an der Lösung. Diese ist ab Freitag erhältlich. „Wir möchten betonen, dass das Problem nicht mit dem Ablauf eines Zertifikats oder einer Sicherheitslücke zusammenhängt und keine Sicherheitsbedrohung darstellt“, heißt es in der Erklärung. Vielmehr handelt es sich um eine Fehlfunktion der Software. Zuvor wurde spekuliert, dass die Probleme auf ein abgelaufenes Zertifikat zurückzuführen sein könnten, das die Identität eines Computers oder eines anderen elektronischen Geräts bestätigt.

Der betroffene Gerätetyp stellt nur einen kleinen Anteil dar

Der Bundesverband deutscher Banken hat im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft kürzlich deutlich gemacht, dass die betreffenden Terminals nicht für alle Zahlungsarten vollumfänglich verfügbar sind, der entsprechende Tarif aber nur einen geringen Anteil aller in Deutschland genutzten Geräte darstellt .

Anbieter von alternativen Zahlungsmethoden wie QR-Code werden durch den Vorfall gestärkt. Wie das Beratungsunternehmen ZIIB mitteilt, funktionieren QR-Systeme ohne Endgerätehardware. Daher können Sie auf diese Weise Umsatzeinbußen vermeiden.

Die Folgen des technischen Ausfalls für Supermärkte und Kunden

Andere Zahlungsmethoden konnten jedoch nicht schnell eingeführt werden. Daher dauern der technische Ausfall und seine Folgen noch an. Betroffen sind Apotheken, Tankstellen, Filialen

  • Netto-Markenrabatt
  • Edeka
  • Aldi Nord (teilweise)
  • Rossmann
  • Familie

und eine breite Palette anderer Geschäfte, die ebenfalls ähnliche Geräte verwenden. Darunter auch die Dresdner Handelskette Verbrauchdie zahlreiche Supermärkte in der sächsischen Landeshauptstadt betreibt.

Dort wurde das Problem am Dienstagmorgen entdeckt und schnell in den sozialen Medien gemeldet. „Achtung, ein wichtiger Hinweis für Sie! Aufgrund einer deutschlandweiten Unterbrechung ist Kartenzahlung derzeit in unseren Filialen nicht möglich“, teilte er auf Facebook mit.

Schilder wie dieses in einem Dresdner Verbrauchermarkt weisen auf ein aktuelles Problem bei Kartenzahlungen hin. ©Ulrich Wolf

Ähnlich äußerte sich ein Sprecher von Concardis: „Wir versuchen, die betroffenen Händler so weit wie möglich zu unterstützen, zum Beispiel indem wir wann immer möglich Terminals austauschen.“

In einigen Einzelhandelsgeschäften ist die Zahlung per Karte aufgrund eines Fehlers nicht möglich. Der Discounter Aldi Nord etwa teilte am Mittwoch mit, dass Kartenzahlungen in einigen Filialen oder anderen Einzelhandelsstandorten wegen der Störung nicht möglich seien.

Auch die Drogeriemarktketten Rossmann und Edeka meldeten am Mittwoch Probleme. Laut eigener Aussage nicht betroffen sind Aldi Süd, Lidl und die Rewe Group, also die Märkte von Rewe, Penny und Toom Baumarkt. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte betont, dass Unternehmen auf reibungslose Bezahlvorgänge angewiesen seien.

Fehlersuche im Frischbereichspanel: Warum frische Produkte aufgrund von Unterbrechungen weggeworfen werden können

Technisches Versagen hat eine Reihe unangenehmer Nebenwirkungen. Die eine bezieht sich auf das Warenhandling von Frischetheken. Wenn Kunden wie jetzt kein Bargeld im Supermarkt haben, können sie in der Regel wählen: zurückgeben und bezahlen oder abgeben und die Ware liegen lassen. Die Folge: Alle an Frischetheken ausgegebenen Lebensmittel müssen entsorgt werden.

Roger Ulke, Vorstandssprecher von Konsum in Dresden, bestätigte dies am Mittwoch gegenüber Sächsische.de, kann im Fall seines Unternehmens aber beruhigen: „Wir haben am Dienstag sofort eine Weisung an unsere Filialen erlassen.“ Demnach würden Kunden, die an den Frischetheken Waren kaufen wollen, direkt vom dortigen Personal gefragt, ob sie genügend Bargeld dabei hätten. Es habe also keine Massenvernichtung von Lebensmitteln gegeben, so Ulke.

Das Scheitern ist in anderer Hinsicht problematisch. „Dass so etwas kurz vor einem Urlaub passiert, erschwert die Situation“, erklärt Ulke. Der Bezahlvorgang an den Kassen verzögert sich.

Es ist kaum möglich, schnell mehr Personal für den Einsatz zu finden. „Außerdem zahlen viele Kunden mittlerweile nur noch bargeldlos.“ Zum Bezahlvorgang gehört nun auch die Wegbeschreibung zum nächsten Geldautomaten.

„Aber die Kunden waren sehr verständnisvoll und wissen, dass die Sache nicht zwischen uns liegt“, sagt Ulke. Er appelliert jedoch an die Menschen, vor dem Kauf zumindest vorübergehend Bargeld anzulegen. Achten Sie außerdem beim Betreten der Geschäfte auf die an den Türen angebrachten Hinweistafeln oder Schilder, die auf den technischen Defekt hinweisen. (mit dpa)

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