Kein Kronenschloss im Winter: Buschmann zweifelt den Nutzen einer Maskenpflicht an

Kein Kronenschloss im Winter Buschmann zweifelt den Nutzen der Maskenpflicht an

18.06.2022, 07:09 Uhr

Für Justizminister Buschmann ist die Bedeutung einer Maskenpflicht noch nicht wissenschaftlich belegt. Sie muss „evidenzbasiert und verhältnismäßig“ sein: Gutachten müssen zunächst belegen, ob dies der Fall ist. Heftiger Widerstand kommt vom Chef des World Medical Association Council, Montgomery.

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat sich skeptisch gegenüber einer Wiedereinführung der Maskenpflicht geäußert, falls die Kroneninfektionen wieder zunehmen. Offenbar hält er seinen Nutzen nicht für wissenschaftlich belegt. „Wenn der Staat Masken vorschreiben will, zum Beispiel drinnen, muss das evidenzbasiert und verhältnismäßig sein. Ob das so ist, werden wir diskutieren, wenn alle Gutachten vorliegen“, sagte der FDP-Politiker der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf. Er selbst trägt im Supermarkt eine Maske, aber freiwillig. Der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, „die wissenschaftlichen Beweise für die Bedeutung von Masken- und Impfpflicht“ seien „überwältigend“.

Der Sachverständigenrat, dessen Gutachten Buschmann abwarten will, wird am 30. Juni seine Stellungnahme zur Überprüfung bisheriger Schutzmaßnahmen gegen die Krone vorlegen. Im Sommer sollen laut FDP künftige Maßnahmen beraten werden, nach Ende der Bundestagspause soll das Infektionsschutzgesetz kurz vor dessen Auslaufen am 23. September novelliert werden.

„Keine Schließungen oder Schulschließungen im Winter“

Eine Rückkehr zu Kronenblockaden hält Buschmann auch im Falle einer neuen Infektionswelle für unwahrscheinlich. „Zumindest nach dem, was wir heute wissen, wird es diesen Winter keine Schulschließungen oder Einschränkungen geben“, sagte er der Zeitung. Die Studierenden haben bereits stark unter der Pandemie gelitten und einen Großteil des Zugangs zu Bildung aufgegeben. “Einige werden ihr Leben nie wieder einholen.”

Vertreter der Grünen und der SPD hatten zuletzt die Möglichkeit gefordert, Einschränkungen wie die Maskenpflicht und Hygienekonzepte in einem neuen Infektionsschutzgesetz zu erneuern. Grünen-Chef Omid Nouripour warnte die Ampelkoalition, sich auf eine mögliche Sturzwelle im Herbst einzustellen. „Alle Experten gehen davon aus, dass sich die Lage im Herbst verschärfen könnte“, sagte er gegenüber T-Online. „Ich zähle darauf, dass wir gemeinsam Vorsichtsmaßnahmen treffen und weitere Einschränkungen vermeiden.“ “Alle Experten gehen davon aus, dass sich die Situation im Herbst verschärfen könnte.” Kostenlose Bürgerversuche und Impfstellen hält die Ärztekammer des Marburger Bundes im Sommer nicht mehr für notwendig.

Lauterbach will die Prüfregeln erweitern

Die Testordnung läuft Ende Juni aus, die SPD soll laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach aber verlängert werden. „Das Ende der kostenlosen Bürgerversuche (ab Juli) ist nachvollziehbar und konsequent, weil die Isolation nach einem positiven Test auch in die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger übergegangen ist“, sagte Susanne Johna, Präsidentin des Vereins, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). “Was noch benötigt wird, sind Tests in Krankenhäusern und Heimen, vor Ort und auch kostenlos für Besucher.”

Die Impfstellen könnten seiner Meinung nach zunächst komplett durch Hausärzte ersetzt werden. Massenimpfungen können nur wiederholt werden, wenn an Virusvarianten angepasste Impfstoffe zugelassen sind. “Das wird aber erst im September nötig sein.” Anders als Lauterbach sieht er derzeit keinen Anlass für eine neue Kampagne zur Aktualisierung der dritten Impfung. „Jeder, der gesund und bereits ermächtigt ist, kann mit dem für September versprochenen angepassten Impfstoff rechnen“, sagte Johna.

Montgomery fordert auch schnell einen Aktionsplan

Angesichts der steigenden Inzidenz der Krone und der im Herbst erwarteten neuen Welle forderte Montgomery die Politiker auf, schnell einen Aktionsplan zu entwickeln. Gegner starker gesetzlicher Regelungen “beziehen sich nicht auf die Medizin und den Schutz der Menschen vor Krankheit, Leid und Tod. Ihnen geht es nur um wirtschaftliche Interessen, geschmückt mit einem absoluten Freiheitsbegriff, der den Schutz vernachlässigt”, sagte er.

Auch wenn die aktuellen Crown-Regelungen erst im Herbst auslaufen, könnten „jetzt Folgeregelungen definiert werden, anstatt alles auf September zu verschieben, wie es die FDP will“. Der Amtsarzt sagte der Passauer Neuen Presse: „Es sollte keine lange und anstrengende Parteidebatte bis zu dem Punkt geben, an dem das Kind in den Brunnen gefallen ist.“

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