Kirche: Die Diözese zahlte 1,15 Millionen: Der “Spielerpriester” wird missbraucht

Zu Ostern staunte ganz Deutschland über die besondere Großzügigkeit des Erzbistums Köln. Wie sich herausstellte, hatte die Kirche von einem ihrer Priester eine Spielschuld übernommen: 1,15 Millionen Euro inklusive Steuern.

Doch waren die Schulden des Geistlichen wirklich der einzige Grund, warum ihm das Erzbistum des Kölner Skandals, Kardinal Rainer Maria Woelki (65), den Betrag überwiesen hatte?

Der Fall des Seelsorgers steht laut BILD-Ermittlungen in einem weiteren, bislang unbekannten Zusammenhang: sexueller Missbrauch!

Denn der Priester schrieb im April 2014 an das Erzbistum und offenbarte, dass er selbst als 14- bis 19-Jähriger von Sexualpastor M. „sexuell missbraucht“ worden sei (BILD berichtete exklusiv im Februar 2021).

Jetzt kommt heraus: Nach Recherchen von BILD wurde eben dieser Briefschreiber großzügig unterstützt.

Auf die Frage von BILD, warum der Missbrauch bei Bekanntgabe der Spende verschwiegen wurde, wollte sich Woelkis Sprecher nicht äußern.

Tatsache ist, dass der Pastor im Vergleich zu anderen Missbrauchsopfern großzügig mit Geld ausgestattet war. Üblich sind meist nur Summen von maximal 50.000 Euro pro Fall.

Deshalb hält Matthias Katsch vom Verband der Missbrauchsopfer die hohe Bezahlung der Geistlichen für unangemessen.

Dabei wird mit „zweierlei Maß“ verfahren und Opfern, die später Priester wurden, der Vorzug gegeben.

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