von. – 24.06.2022 13:38 (24.06.2022 13:38)
KJA Wien wies auf Aggressionen im Sport hin. © APA / HERBERT P. OCZERET (Symbolbild)
Am Donnerstag wurde der Jahresbericht 2021 der Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft veröffentlicht. Darin verweist die KJA auf Übergriffe auf Kinder und Jugendliche im Sportbereich.
„Neben Verletzungen von Kinderrechten durch Leistungsdruck sind in den letzten Jahren auch vermehrt Fälle von sexuellen Übergriffen im Sport gemeldet worden“, heißt es in dem Bericht.
KJA Wien verwies auf die Regeln der UN-Kinderrechtskonvention
Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, die für Aufsehen gesorgt haben, sind die Verurteilung des zweifachen Judo-Olympiasiegers Peter Seisenbacher im Jahr 2020 und der erst im Mai rechtskräftige Schuldspruch gegen einen Sporttrainer in Wiener Neustadt. Einerseits verwies die KJA auf die einschlägigen Regeln der UN-Kinderrechtskonvention, andererseits sei „das Wohl des Kindes auch im Bereich des Sports oberstes Gebot“. Es beinhaltet das „Recht auf bestmögliche Entfaltung und Entfaltung und ist daher bei allen Handlungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, zu respektieren.“ Doch trotz dieser guten rechtlichen Grundlagen hinkt laut KJA das Bewusstsein in der österreichischen Bevölkerung hinterher.
KJA Wien: Tool soll „Kinder- und Jugendrechte kennenlernen“
Ein in Zusammenarbeit mit „100% Sport“ erstelltes E-Learning-Tool soll helfen, das Problem anzugehen. Laut KJA sollen die Verantwortlichen „die Rechte von Kindern und Jugendlichen kennen und für die damit einhergehenden Pflichten sensibilisieren“. „Neben der Sensibilisierung für das Thema Gewalt im Sport weist das E-Learning-Tool auf die Notwendigkeit klarer Strukturen im Umgang mit Missbrauchsfällen hin.“ Das Projekt wird vom Sportministerium gefördert.