Klassiker im Geiste des ukrainischen Krieges

Schon der Anfang machte deutlich, wie anders dieser Nachmittag werden würde. Karel Mark Chichon sang mit dem Sinfonieorchester der Volksoper Wien die ukrainische Nationalhymne. Heute Abend wird eine Live-DVD der Hilfe für die Ukraine gewidmet sein.

Die international erfolgreiche Mezzosopranistin Elina Garanca wollte ein Zeichen gegen das Leid setzen, das in der Ukraine angerichtet wird: „Dieser Wahnsinn wird wieder alltäglich und verschwindet aus den Köpfen der Menschen. Ich möchte es so weit wie möglich vermeiden, und das ist meine Stimme. Ich bin Lettin und als solche sehr nah an Russland aufgewachsen, ich lebe immer noch dort. Es besteht Angst, dass wir die nächsten sein könnten. Mit dieser Aktion möchte ich all jenen unschuldigen Menschen helfen, die diesen Krieg erleiden“.

ORF Im Rahmen der Aktion „Nachbarn in Not“ kamen 40.000 Euro für die Ukraine zusammen

40.000 Euro für „Bedürftige Nachbarin“

Nach dem Konzert wurde ORF-Intendant Roland Weißmann ein Scheck über 40.000 Euro aus der Produktion der DVD für die Aktion „Nachbar in Not“ überreicht. Raiffeisen-Generalstaatsanwalt Erwin Hameseder, dessen Konzern 1.500 dieser DVDs kaufte und die Spende ermöglichte, war auch Initiator der Aktion: „Wenn sich Kunst nutzen lässt, um das „Nun, dann sollten wir diese Chance nutzen Zeichen, dass wir uns der unglaublichen humanitären Katastrophe in der Ukraine und der Not der Flüchtlinge wieder bewusst werden.”

Ein Anstoß für die Aktion „Nachbarn in Not“, betont ORF-Intendant Weissmann: „Die Aktion feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Anfang des Jahres hatten wir keine Ahnung, was uns erwartet. Sondern Menschen.“ spenden immer noch, und so eine Aktion macht wieder auf sich aufmerksam. Wir haben bereits 50 Millionen Euro gesammelt. Die Bundesregierung hat zugesagt, diese Summe zu verdoppeln. Also: Wir bewegen etwas.“

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Brillante Darbietungen mit emotionalem Ende

Aber auch hier stand wieder die Musik im Mittelpunkt. Elina Garanca glänzte wie Anna Bolena. Die Spanierin Marina Monzo und der Amerikaner Jonathan Tetelman sind etablierte Stars auf den Opernbühnen der Welt, doch Marie-Sophie Janke erlebte ihren ersten großen Auftritt, die junge Wienerin gewann den Wettbewerb der zukünftigen Stimmen von Elina Garanca. Er begeisterte das Publikum mit seiner Arie „Una voce poco fa“ aus „Barber de Sevilla“.

Die anfangs sehr nachdenkliche Stimmung wurde gegen Ende des abwechslungsreichen Programms immer heller bis zum furiosen Finale, in dem alle Akteure auf der Bühne standen, etwa bei „Dein ist mein ganzes Herz“ von Franz Lehàr oder „O Sole Million“. “. Höhepunkt und emotionaler Abschluss war wieder das „Ave Maria“ von William Gomez, brillant und gefühlvoll gesungen von Elīna Garanča.

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