Jakob Schubert hat am Sonntag bei der Europameisterschaft im Klettern in München überraschend eine Medaille verpasst.
Der Tiroler, der als Halbfinalbester und damit Schlussaufsteiger die endgültige Entscheidung traf, erreichte 34+ und wurde Vierter. Der 31-Jährige war nur einen Schritt von einer Medaille entfernt. Gold ging an den Tschechen Adam Ondra (37+), Silber an den Slowenen Luka Potocar (37+) und Bronze an Olympiasieger Alberto Gines López aus Spanien.
Schubert wurde seiner Favoritenrolle nicht gerecht. Vor dem Finale sagte der mehrfache Medaillengewinner, er habe durch den Boulder-Wettkampf einige „quälende Beschwerden“ erlitten.
Dem Tiroler ist nach eigenen Angaben ein Entscheidungsfehler unterlaufen, als er an entscheidender Stelle eine neue Variante gewählt hat. „Alles hat ein bisschen zu lange gedauert und war zu stark. Ich war plötzlich sehr müde“, sagt Schubert im ORF-Interview.
Die Österreicher verpassen das Finale
„Auch bei der EM ist das Niveau so hoch, dass man sich keine Fehler erlauben darf, wenn man ganz oben sein will“, resümiert der KVÖ-Athlet, der sich nun vor dem Kombi-Finale am Donnerstag erholen will. .
„Jetzt waren es vier Tage hintereinander mega intensiv. Ich muss auch meine Haut ein bisschen regenerieren lassen. Zumindest habe ich das mit Platz vier geholt, das kombinierte Finale und das war ein großes Ziel. Es ist immer noch nicht vorbei. vielleicht schaffe ich es ja doch noch mit einer Medaille bei der EM”, hofft Schubert.
Die Vize-Europameisterin im Klettern Jessica Pilz und Franziska Sterrer verpassten die Blockmedaillenentscheidung. Pilz war im Halbfinale Achter, Sterrer landete auf Platz 17. Nur die Top Sechs entschieden.
Top-Goldmedaillengewinnerin Janja Garnbret aus Slowenien gewann ihren zweiten Titel in München, Silber ging an Hannah Meul aus Deutschland und Oriane Bertone aus Frankreich wurde Dritte. Mit seiner Leistung schaffte Pilz am Mittwoch die Qualifikation für die Europameisterschaft.
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