Klima: Experten warnen vor Hitzschlag

Es wird immer heißer – der nächste Hitzehammer ist da. Am Mittwoch steigen die Temperaturen deutlich über 30 Grad. Nach aktuellem Stand ist am Donnerstag mit Temperaturen über 35 Grad zu rechnen.

Laut Roger Perret von Meteo News ist dann der vorläufige Höhepunkt erreicht: „Donnerstag wird am heißesten“. Besonders betroffen von der Hitze sind wie immer die Nordwestschweiz, Genf und das Zentralwallis. Dort kann es bis zu 36 Grad warm werden. In Spanien wurden bereits am 1. August deutlich mehr als 40 Grad gemessen.

Während die Nation schwitzt, kann die aktuelle Hitzewelle gefährlich sein, insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko für akut lebensbedrohliche Erkrankungen wie Schlaganfälle steigt während sommerlicher Hitzewellen vor allem durch Austrocknung. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) warnte am Mittwoch vor einem erhöhten Risiko.

Das Schlaganfallrisiko hängt auch von den Wetterbedingungen ab

Daher rät die DSG dringend dazu, dass sich Risikogruppen bei diesem Klima mehr in kühlen Räumen aufhalten und auf jeden Fall ausreichend trinken sollten. Auch auf Warnzeichen wie einen schnelleren Herzschlag, Atembeschwerden oder die typischen Anzeichen eines Schlaganfalls wie plötzliche einseitige Schwäche, Seh- oder Sprachverlust sollten Sie achten, schreiben die Experten.

Bei der häufigsten Form des Schlaganfalls, dem ischämischen Schlaganfall, verursacht ein Thrombus einen Verschluss in einem Gefäß (Blut), das das Gehirn versorgt, sodass das umliegende Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Dann wird das Gehirngewebe verschwinden. Bleibende Schäden sind häufig.

„Klinische Erfahrungen und wissenschaftliche Studien der letzten Jahre zeigen, dass diese Form des Schlaganfalls mit dem Klima zusammenhängt“, sagte DSG-Sprecher Wolf-Rüdiger Schäbitz. „Gerade bei älteren Menschen, die ohnehin oft zu wenig trinken, führt die Hitze zu einem relativen Flüssigkeitsmangel und erhöht damit die Viskosität des Blutes. Allerdings erhöht sich dadurch insbesondere das Risiko für ischämische Schlaganfälle.“

Diese Anzeichen weisen auf einen Schlaganfall hin

Da eine schnelle Diagnose eines Schlaganfalls für das weitere Leben des Patienten entscheidend ist, sollte jeder den FAST-Test kennen: Anzeichen für das mögliche Vorliegen dieser Beleidigung sind im Gesicht (Gesicht), der Beweglichkeit der Arme (Arm ), in der Sprache (Speech) sowie im plötzlichen Auftreten von Symptomen (Time).

„Hat der Betroffene einen hängenden Mundwinkel? Kannst du beide Arme gleichmäßig heben? Hat er eine Sprachstörung oder ist er nicht in der Lage, kurze und einfache Sätze klar zu wiederholen?“, formulierte die Fachgesellschaft die einfachen Kriterien. Im schlimmsten Fall sollte sofort ein Krankenwagen gerufen werden. In wenigen Stunden besteht die Möglichkeit, ein Blutgerinnsel im Gehirn medikamentös aufzulösen oder für einen Kathetereingriff. Dies kann Leben retten und Behinderungen verhindern.

Der Flüssigkeitsmangel, die Austrocknung des Körpers und die daraus resultierenden Symptome wie Apathie, Sprachstörungen, Krampfanfälle und Kreislaufkollaps können jedoch nur einen Schlaganfall vortäuschen. Eine Rehydrierung kann dann schnell zu einer Besserung und Normalisierung der Symptome führen. Aber ein Arzt sollte es so schnell wie möglich aufklären, wenn ein Schlaganfall aufgetreten ist.

„Wir raten daher älteren Menschen und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen dringend, sich von der Hitze zurückzuziehen, die Wohnungen nachts zu lüften und tagsüber mit Jalousien zu schützen und vor allem ausreichend zu trinken“, schrieb die deutsche Fachgesellschaft.

Trinken Sie täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser

Die DSG empfiehlt, täglich mindestens 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit zu trinken und Alkohol zu meiden. Darüber hinaus wird empfohlen, leichte Kost, Joghurt, Obst und Gemüse zu essen, vorzugsweise Fisch statt Fleisch.

Besonders gefährdete Personen sollten vor dem Sommer mit ihrem Arzt über die Hitze und mögliche Anpassungen ihrer Medikamente sprechen. „Achten Sie auch auf alte und unverheiratete Nachbarn“, schließt Schäbitz. (SDA/chs)

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