Das Prognosekonsortium gab jedoch seine Prognose für die kommende Woche heraus und rechnete für Sonntag nur mit maximal 6500 Fällen innerhalb einer Schwankungsbreite von 68 Prozent. Dieser Wert wurde bereits überschritten.
Die Inzidenz in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner stieg von Dienstag auf Mittwoch von 300 auf 340 Fälle. Computermodelle der TU Wien, der MedUni Wien und der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) prognostizieren, dass sich der zweiwöchige Anstieg fortsetzen wird, zunächst wurde aber bis kommenden Mittwoch mit einer Inzidenz von 400 bis 670 Fällen gerechnet. Als Durchschnittswert wurde 500 angenommen, das wären rund 6500 Neuinfektionen pro Tag, aber auch bis zu 8500 Fälle innerhalb des 68-Prozent-Konfidenzintervalls am kommenden Mittwoch sind möglich.
Für den Anstieg ist die Subvariante omicron BA.4 / BA.5 verantwortlich. Nach Angaben der AGES wird die effektive Reproduktionszahl der Subvariante in den Kalenderwochen 21 bis 22 auf 1,37 geschätzt. Dies entspricht laut aktuellem Prognose-Update einer Verdopplungszeit von sieben Tagen. In Österreich lag die BA.4/BA.5-Fallquote in der vergangenen Woche (Woche 23) bei 30,9 Prozent. Es wird erwartet, dass BA.4 / BA.5 in der nächsten Woche dominant wird und sich das Wachstum neuer Infektionen weiter beschleunigt. Ein Anteil von 95 Prozent wird in etwas mehr als einem Monat erwartet.
Zudem sei in den letzten Wochen ein Anstieg des Anteils reisebezogener Fälle zu beobachten. „Auch der Einfluss von Großereignissen der letzten Zeit kann nicht ausgeschlossen werden“, erklärt das Prognosekonsortium. Aufgrund des Anstiegs der Fälle werde auch mit einer „deutlichen Erhöhung der Regelversorgungsdeckung“ gerechnet. In zwei Wochen könnten etwa 940 Covid-Infizierte auf normalen Krankenhausstationen liegen (Spannweite von 719 bis 1.234 Betroffenen).
Einschließlich der Intensivstationen gab es am Mittwoch 511 Patienten mit Covid in Krankenhäusern, 20 weniger als am Vortag, aber 29 mehr als vor einer Woche. 34 Opfer werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl wurde im Vergleich zum Vortag um neun und in einer Woche um acht Patienten reduziert.
Seit Dienstag gibt es im Burgenland 222 Neuinfektionen, in Kärnten 106 und in Niederösterreich 1.364. Oberösterreich meldete 818 weitere Infektionen, Salzburg 380 und die Steiermark 662. Weitere 400 positive Tests gab es in Tirol, 253 in Vorarlberg und 2.664 in Wien.
In 24 Stunden wurden in Österreich 107.155 PCR-Tests erfasst, die Positivquote lag bei 6,4 Prozent. Seit Beginn der Pandemie gab es 4.305.432 bestätigte Fälle. 4.237.609 Menschen hatten in den letzten 24 Stunden eine Infektion und 3.666 galten als frei von dem Virus. Am Mittwoch gab es etwa 49.000 aktive Fälle.
Am Dienstag wurden 2.648 Impfstoffe verabreicht. Davon waren 120 die Erst-, 248 die Zweit- und 2.280 die Drittimpfungen. Nach Angaben des elektronischen Impfpasses erhielten in Österreich insgesamt 6.830.169 Personen mindestens eine Impfung. 5.660.919 Menschen und damit 63 Prozent der Bevölkerung haben einen gültigen Impfstoff.