Trotz Inflationsschub und steigender Preise gibt es einen wirtschaftlichen Hoffnungsschimmer. Die Arbeitslosenzahlen sinken weiter, wie heute angekündigt.
Auch der Arbeitsmarkt entwickelt sich diese Woche positiv. Wie das Arbeitsministerium am Dienstag in einer Mitteilung mitteilte, sinkt die Arbeitslosigkeit weiter. Derzeit sind 300.105 Personen arbeitslos oder in Ausbildung beim AMS gemeldet. 228.846 Menschen suchen Arbeit, 71.259 Menschen nehmen an Ausbildungsmaßnahmen teil. „Wir sehen weiterhin eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit sinkender Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Arbeitssuchenden in Österreich im Jahr 1976 erneut gesunken. Wir haben derzeit die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit 2012“, sagte Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP).
Auch der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt deutlich, dass sich die Arbeitslosigkeit, auch bei den Ausbildungsteilnehmern, relativ gut entwickelt. Während Mitte Juni 2021 noch 370.730 Menschen eine Arbeit oder Ausbildung suchten, sind es aktuell 300.105. Im gleichen Zeitraum 2020 lag der Wert bei 187.045 Menschen mehr und selbst im Jahr vor der Krise, Mitte Juni 2019, waren 31.245 Menschen mehr arbeits- oder ausbildungssuchend als damals.
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Auch die Zahl der Langzeit- und Kurzzeitarbeitslosen ist rückläufig
Auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit zeigt einen positiven Trend. Im Vorjahreszeitraum waren 144.850 Menschen langzeitarbeitslos, also ein Jahr arbeitslos, aktuell sind es 90.073. Die Langzeitarbeitslosigkeit war 2014 niedriger als heute. „Ein Teil dieses Rückgangs ist natürlich auf die insgesamt bessere Arbeitsmarktlage zurückzuführen. Mit dem Springboard-Programm haben wir zudem ein sehr effektives Instrument geschaffen, um Langzeitarbeitslose beim Wiedereinstieg in den Beruf zu unterstützen.“ “Höhepunkt April 2021 bis Ende Mai 2022 ist die Langzeitarbeitslosigkeit um fast 60.000 Menschen gesunken”, sagte Kocher.
Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) freut sich über die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes. Michael Indra / SEPA.Media / picturedesk.com
Aktuell sind 26.191 Personen für den Kurztag vorangemeldet. Im Vergleich zur Vorwoche ist auch hier ein Rückgang zu verzeichnen. Konkret liegen die kurzfristigen Voranmeldungen heute um 1.876 unter dem Wert der Vorwoche „Wir sehen, dass immer weniger Kurzarbeit weniger benötigt wird. Dieser Rückgang zeigt auch, dass es wichtig und wirtschaftlich richtig ist, Kurzarbeit nicht so flächendeckend zur Verfügung zu stellen.“ künftig noch stärker auf ökonomische Begründungen zu prüfen: „Es sollte nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen, also nur dort, wo es volkswirtschaftlich wirklich notwendig und aus Arbeitsmarktsicht sinnvoll ist“, sagt Kocher .
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Erfreuliche Entwicklung des BIP ebenfalls
Der wöchentliche BIP-Indikator der OECD zeigt, dass das aktuelle Wirtschaftswachstum in der vorletzten Woche vom 29. Mai bis 5. Juni um 6,1 Prozent höher war als in der entsprechenden Vorjahreswoche. Die jüngsten Prognosen bestätigen weiterhin ein hohes österreichisches BIP-Wachstum für 2022 (OECD 3,6 % und OeNB 3,8 %). Obwohl die Prognosewerte in den letzten Wochen von den betroffenen Instituten leicht gesenkt wurden, liegt Österreich deutlich über den Wachstumserwartungen in Deutschland (OECD 1,9 %) und im Euroraum (OECD 2,6 %). „Wir sehen, dass trotz der schwierigen geopolitischen Lage mit großer wirtschaftlicher Unsicherheit weiterhin positive Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in Österreich bestehen“, so Kocher abschließend.
Nav-Compte Herr Zeit14.06.2022, 11:10 | Akt: 14.06.2022, 11:10