Kögl: „Die Feuerwehr hat mich geprägt“

Kögl, der aus Neufeld an der Leitha stammt, wurde im Dezember 2009 Kommandant der Landesfeuerwehr. In seiner mehr als zwölfjährigen Amtszeit musste er viele Herausforderungen meistern. Da die mehr als 17.000 Feuerwehrleute und Frauen des Landes zunehmend technischen Einsätzen gegenüberstanden, mussten Fahrzeuge entsprechend ausgerüstet und umgerüstet werden.

Die geplante Sanierung und der Neubau der Feuerwehrschule, die Kögl jahrelang vorangetrieben hatte, wurde von politischer Seite immer wieder verschoben. Das ist schwierig, weil es ein großes Projekt ist, es würde eine Generalsanierung oder einen Neubau erfordern, der zwischen 15 und 20 Millionen Euro kosten würde. Hier sei der Staat gefragt, sagte Kögl im heutigen Burgenland-Gespräch mit Elisabeth Pauer.

Elisabeth Pauer-Gerbavsits im Gespräch mit Alois Kögl

Besonderes Augenmerk auf die Jugendarbeit

Ein besonderes Anliegen war Kögl die Jugendarbeit. Trotz niedriger Geburtenraten ist die Zahl der jungen Menschen inzwischen auf 1.850 in 204 Mutterhäusern gestiegen. Auch das Ausbildungswesen wurde unter Kögl reformiert. Das Schlagwort war digitaler Unterricht, aber die Ausbildung wurde praxisorientierter gestaltet. „Ich finde unsere Jugend-, Bezirks- und Landesbeauftragten leisten sehr gute Arbeit und geben eine hohe Kompetenz an junge Menschen weiter. Soziale Kompetenz, die über das Feuerwehrwesen hinausgeht, ist für einen heranwachsenden jungen Menschen natürlich sinnvoll. Man kann es überall einsetzen, kostenlos helfen usw. Das ist natürlich immer eine gute Sache“, sagt Kögl.

„Ich habe mein Leben in die Feuerwehr investiert“

Kögl bleibt bis Ende Juni im Amt, bleibt aber der Feuerwehr verbunden: Und der Respekt der Ehrenamtlichen ist groß und wird mich bis an mein Lebensende begleiten.“

365 Wahlberechtigte am 18. Juni

Kögls Nachfolger wird am 18. Juni in Oberwart gewählt. Dann müssen 365 Wähler im Oberwart Informel den neuen Kommandanten der Landesfeuerwehr wählen. Das sind Orts-, Sektions- und Bezirkskommandanten, die zu den Wahlen berufen werden. Die Wahl richtet sich nach den Vorgaben des Feuerwehrgesetzes 2019. Als Kommandant der Landesfeuerwehr steht allerdings nur ein Kandidat zur Wahl, nämlich Franz Kropf, der ehemalige Kommandant des Kreises Jennersdorf.

ORF Franz Kropf ist der einzige Kandidat für die Nachfolge von Alois Kögl

Zwei Unterleiter der staatlichen Feuerwehrleute werden ebenfalls gewählt. Hier sind mit Martin Reidl aus Lutzmannsburg (Kreis Oberpullendorf) und Christian Schwarz aus Weichselbaum (Kreis Jennersdorf) zwei Kandidaten aus dem Wahlkreis Süd. Aus dem Norden des Wahlkreises kommen Adi Binder aus Mattersburg und Harald Nakovich aus Oslip (Kreis Eisenstadt).

Sie geht am 1. Juli in Betrieb

Da davon auszugehen ist, dass Franz Kropf Kommandant der Landesfeuerwehr wird, sieht das Brandschutzgesetz vor, dass der erste Stellvertreter aus dem Wahlkreis Nord kommen muss. Von den 365 Wahlberechtigten kamen 270 aus den Wahlkreisen Süd, Jennersdorf, Güssing, Oberwart und Oberpullendorf. 95 Wahlberechtigte kommen aus dem Wahlkreis Nord, darunter die Kreise Neusiedl am See, Eisenstadt und Mattersburg. Das neue Landesfeuerwehroberhaupt und seine Stellvertreter treten ihr Amt am 1. Juli an.

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