Kolb überrascht Leogang, er stürzt langsam in die Hölle

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Leogang – Samstag, 11. Juni 2022, 16:35 Uhr

Nicht Valentina Höll, sondern überraschenderweise Andreas Kolb läuft in Leogang um das beste österreichische Abstiegsergebnis.

Am Samstag belegte der 26-jährige Steirer erstmals den fünften Platz im MTB-Weltcup und sicherte sich zudem die beste nationale Platzierung der Herrengeschichte. Mitfavorit Höll bremst wegen Stürzen zu Hause erneut aus, der Salzburger ist aber immer noch Sechster.

Einen Monat nach einem Ellbogenbruch ist Kolb nur neun Zehntel vom Podium entfernt, 2,4 Sekunden hinter dem britischen Sieger Matt Walker.

„Es ist eine Erleichterung, es ist Wahnsinn. Ich bin glücklich“, sagte Kolb nach seinem Coup auf der Asitz-Strecke, die nach dem Regen der letzten Tage nur teilweise nass war.

Dass er nach einem Trainingsrückschlag und technischen Problemen vor dem Rennen ohne Druck und entspannt ins Rennen gegangen ist, hat sich gelohnt.

Herbstdrama um Valentina Höll

Die beste ÖRV-Herrenposition in der Weltcupgeschichte war Markus Pekoll als Sechster. David Trummer, der 2020 bei der Weltmeisterschaft in einer Schlammschlacht in Leogang Silber gewann, belegte diesmal den 13. Platz.

Nach zwei Starts liegt der 20-jährige Weltcup-Titelverteidiger Höll fast 25 Sekunden hinter dem Schweizer Spitzensieger Camille Balanche. Balanche siegt mit mehr als elf Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Myriam Nicole (FRA). Dritte ist die Italienerin Eleonora Farina (+16 Sek.).

Für Balanche ist es Leogangs dritter Sieg in Folge. Im vergangenen Jahr hatte er den Weltcup vor Höll gewonnen, der kurz vor der Ziellinie stürzte. Höll verpasste die WM vor zwei Jahren verletzungsbedingt nach einem Trainingsunfall, das Gold war damals auch für Balanche.

Cross-Country-Rennen mit den österreichischen Podestplatzanwärtinnen Laura Stigger und Mona Mitterwallner stehen am Sonntag im Pinzgau auf dem Programm.

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