Köln (D): Zwangsräumungen nehmen zu: Polizei erschießt Mieter

Veröffentlicht am 3. August 2022, 14:26

Ein aggressiver Mieter griff die Polizei bei der Räumung seiner Wohnung mit einem Messer an. Als er auf Pfefferspray und Warnungen nicht reagierte, erschoss ihn ein Beamter tödlich.

Bei einer Räumung in Köln hat die Polizei am Mittwoch einen Mieter erschossen. Der 48-Jährige habe zuvor Einsatzkräfte im Stadtteil Ostheim mit einem Messer angegriffen, teilten Beamte in Köln und Bonn sowie die Staatsanwaltschaft Köln mit. Nachdem der Einsatz von Pfefferspray und die Androhung von Schusswaffen erfolglos blieben, eröffneten die Beamten das Feuer. Der Mann wurde tödlich verletzt.

Er habe bereits im Vorfeld mit einer Zwangsräumung gedroht, hieß es. Aus diesem Grund bat der Gerichtsvollzieher die Polizei um Hilfe. Bonner Beamte übernahmen die Ermittlungen aus Gründen der Neutralität.

Der Angeschossene war laut “Bild” mehrfach im Gefängnis gewesen und bereits wegen anderer Delikte polizeibekannt. Außerdem war es sieben Jahre her, seit er eine Schusswaffe auf einen Nachbarn gerichtet hatte. Es wird gesagt, dass er oft betrunken war und in diesem Zustand mehrmals randalierte. Auch die Räumung der Wohnung soll darauf zurückkommen.

Der Tote wurde laut Staatsanwaltschaft zuletzt im Juni 2022 vor dem Landgericht Köln angeklagt. „Die Anklage beruhte auf dem Vorwurf, er habe sich, nachdem der Angeklagte seinen Selbstmord angekündigt hatte, gegen Polizisten gewehrt und die ihm zu Hilfe geeilten Polizisten getreten, berichtete Oberstaatsanwalt Bremer.

Aus Neutralitätsgründen übernahm die Bonner Polizei die Ermittlungen.

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