Kraftstoff in Österreich wird bald am teuersten sein

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Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Ölpreise erneut in die Höhe getrieben. Für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, ist dies eine enorme finanzielle Belastung. Die Aussichten für Autofahrer in den kommenden Monaten sind jedoch ziemlich düster. Bei den Spritpreisen dürfte Österreich bald zu den besten in Europa gehören.

26.05.2022 12.30

Heute online, 12:30 Uhr

Bernd Zierhut, Präsident des Oberösterreichischen Energiehandels und Geschäftsführer der Doppler Gruppe, hat keine guten Nachrichten für die heimischen Autofahrer. Die Spritpreise werden wieder steigen. Die Gründe: Steuern und vermutlich neue Sanktionen gegen Russland.

„Ich rechne für Juli mit einem Preis von etwa zwei Euro, der durch zwei Faktoren ausgelöst wird. Zum einen das Embargo für russisches Öl, zum anderen die Einführung der CO2-Steuer. Cent Preiserhöhung für Bomben”, sagt Zierhut. Er fordert in diesem Zusammenhang, die Umsetzung der CO2-Quote auf mindestens Januar zu verschieben.

Senkung der Energiesteuern

Eine andere Möglichkeit wäre, an der Steuerschraube zu drehen, sagt der Leiter des ARBÖ in Oberösterreich, Thomas Harruk, und nennt ein Beispiel. „Die Bundesregierung tut das bereits, sie senkt auch die Energiesteuern für drei Monate, zeitlich befristet. Zumindest mit der Folge, dass Benzin dort 30 Cent pro Liter billiger ist“, sagt Harruk.

“Ähnliche Preissenkungen sehen wir in Slowenien, Ungarn, aber auch in Italien. Damit ist Österreich im Sommer gemessen an den Benzin- und Dieselpreisen das teuerste Land”, ergänzte Bernd Zierhut. Änderungen werde es beim Tankertourismus geben, also bei den Lebenden in Grenznähe wird wohl auch dort gefüllt, wenn die Preise im Ausland günstiger sind.

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