Krebspatienten: „Wer nicht aussieht, als hätte er Krebs, ist gesund für die Gesellschaft“ So lautet die Aussage der Studie

Gemäss Daten der Krebsliga erkranken in der Schweiz jährlich 43’500 Menschen an Krebs. Fünf Jahre nach der Diagnose leben noch 67 % der Betroffenen. Doch Krebs hinterlässt Spuren: Fast 30 Prozent von ihnen sind Jahre später körperlich und psychisch krank, wie eine Studie des Pharmaunternehmens MSD und des Forschungsinstituts GFS Bern ergab. Dadurch soll die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigt sein.

Trotz hoher Zufriedenheit mit dem Schweizer Gesundheitssystem und der Krebsversorgung bemängelt fast ein Viertel der Befragten die fehlende psychologische Betreuung nach der Behandlung. Laut der Studie besteht allgemeiner Handlungsbedarf im Leben nach einer Krebserkrankung. Dies gilt auch für nahe Angehörige des Krebspatienten.

AG* im Kanton Zürich kämpft immer noch mit den Nebenwirkungen von Krebs. Im Juli letzten Jahres wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Obwohl sie inzwischen medizinisch gesund ist, ist sie körperlich und psychisch krank. “Meine kognitiven Fähigkeiten sind sehr begrenzt und ich kann nur schwer arbeiten.” Der Druck ihrer Vorgesetzten mache die Situation nur noch schlimmer, sagt die 40-jährige Zürcherin. „Obwohl er anfangs gesagt hat, er könne mich nach der Therapie schonen, hat er oft Angst, wenn ich kleine Fehler mache. Außerdem wirft er mir vor, dass ich das Unternehmen viel Geld koste und deshalb ‚mein Arbeitspensum weiter erhöhen‘ müsste.

Noch schlimmer war es für Alexandra. Die 52-Jährige ist aufgrund ihres Brustkrebses seit 20 Jahren arbeitsunfähig. Marianne, 57, kämpft immer noch mit den Folgen ihres schwarzen Hautkrebses. Ihre Geschichten erzählen die beiden im Video (siehe oben).

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *