Krebsschutz durch HPV-Impfung ist vielen Eltern unbekannt

24. Mai 2022

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Ein Drittel der Mütter und Väter von Kindern unter 21 Jahren in Österreich weiß nicht, dass es Impfstoffe gibt, die vor bestimmten Krebsarten schützen können.

Während 47 % die Wirksamkeit der HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs kennen, schreiben nur 8 % der Eltern einen Schutz vor Vaginalkrebs und nur 2 % vor Analkrebs richtig zu. Das zeigt eine internationale Ipsos-Umfrage im Auftrag des Pharmaunternehmens MSD.

Das humane Papillomavirus (HPV) ist die Hauptursache für präkanzeröse Läsionen und Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses, der Vagina und des Afters und wird durch sexuellen Kontakt übertragen. Es gibt einen Impfstoff zum Schutz vor einer HPV-Infektion. Es reduziert das Risiko für Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs um bis zu 90 Prozent und reduziert auch das Risiko für Hals-, Kehlkopf-, Scheiden- und Peniskrebs deutlich.

Die Humane-Papilloma-Viren-Impfung ist in Österreich kostenlos im kostenlosen Kinderimpfprogramm für Mädchen und Jungen von neun bis zwölf Jahren erhältlich. Erholungsimpfungen werden derzeit für Jugendliche bis 16 Jahre zu vergünstigten Preisen angeboten.

Allerdings wissen weniger als zwei Drittel (63 %) der 600 im April in Österreich befragten Eltern von der Verfügbarkeit eines wirksamen Krebsimpfstoffs, so die Ergebnisse einer Online-Pressekonferenz von MSD am Dienstag. spät.

Nur wenige weitere (67 %) haben von humanen Papillomviren gehört, aber drei Viertel geben an, dass sie wissen, dass HPV Krebs verursachen kann. Mehr als ein Drittel (37 %) weiß nicht, dass HPV sowohl bei Frauen als auch bei Männern Krebs verursacht.

Fast die Hälfte der befragten Mütter und Väter in Deutschland haben bereits (23 %) oder wollen (22 %) ihr Kind gegen HPV impfen. Acht Prozent gaben an, selbst gegen HPV geimpft worden zu sein. Die Umfrage wurde auch in Deutschland, Italien, Slowenien, Frankreich, Portugal, Schweden und Rumänien durchgeführt. Während in Österreich zwei von fünf Befragten nach eigener Einschätzung ausreichend über HPV Bescheid wissen, sind es in Italien, Slowenien und Rumänien über 60 %. Auch in Italien und Portugal geben mehr als 30 Prozent an, ihr Kind sei bereits gegen HPV geimpft worden.

Die Umfrage zeigt ein größeres Bewusstsein für HPV bei Eltern in Europa, sagt Xavier Bosch, ein HPV-Experte am katalanischen Institut für Onkologie. „Es muss jedoch mehr getan werden, um allgemeine Impf- und Screeningprogramme neu zu priorisieren“, sagte er und bezog sich auf die Corona-Pandemie, bei der Gesundheitskontrollen und Routineimpfungen unterbrochen wurden.

Für 87 Prozent der befragten Eltern in Österreich ist es mehr oder weniger wichtig, ihr Kind gegen andere Krankheiten als Covid-19 zu impfen. 13 % halten dies für unwichtig oder unwichtig. Davon nannten zwei Drittel Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Impfungen als Grund.

62 Prozent der Befragten in Österreich gaben an, dass sie wegen der Pandemie stärker darauf achten, dass ihr Kind neben der Kronenimpfung bestimmte Impfungen erhält. 39 Prozent glauben jedoch, dass es wegen der Krise zu viele Informationen über Impfstoffe gibt, ein Fünftel fühlt sich dadurch sogar „überfordert“.

„In den vergangenen zwei Jahren hat es die Covid-19-Pandemie für Eltern immer schwieriger gemacht, sich in der großen und komplexen Menge an Impfinformationen zurechtzufinden. Außerdem ist es für Eltern nicht mehr einfach, zu entscheiden, wem sie vertrauen können“, sagte Esra Urkmez, a Patientenfürsprecher des European Network of Gynaecological Cancer Advocacy Groups (ENGAGE). Eltern sollten weiterhin verlässliche Quellen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nutzen und dies mit Angehörigen der Gesundheitsberufe besprechen, empfahl der Experte.

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