Kritik an „Concerted Action“: Söder fordert mehr Tempo und Ergebnisse, überall

Die Kritik an Söders „konzertierter Aktion“ fordert überall mehr Tempo und Ergebnisse

07.04.2022 20:44

Die Bundesregierung diskutiert mit Gewerkschaften und Arbeitgebern über die angespannte Wirtschaftslage. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen. Zu langsam, zu zögerlich, zu zögerlich, klagte die Union. CDU-Chef Merz fordert strikte Ausgabendisziplin. Der CSU-Chef Söder steht vor einem grundlegenden Richtungswechsel.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirft der Bundesregierung nach der „konzertierten Aktion“ zu große Zweifel vor. Es war eine Freude, Sie kennenzulernen, „aber es ist enttäuschend, dass nichts herausgekommen ist“, sagte er gegenüber RTL Direkt (22.15 Uhr auf RTL). Die Gasversorgung im Herbst sei nicht gewährleistet, die Abschaltung von Atomkraftwerken würde zu weiteren Energieengpässen führen.

„Es werden zu viele Schläge in den heißen Busch und zu wenig Entscheidungen getroffen“, so der CSU-Politiker weiter. Keine Ahnung, wie die fehlende Energie ersetzt werden könnte: „Italien hat Abkommen mit Katar unterzeichnet, Deutschland nicht. In dieser „Notsituation“ solle auch die Opposition angesprochen werden.

Er beklagte auch, dass das Hilfspaket zu viele Fehltritte aufweise. „Das Hauptproblem ist, dass die Bundesregierung ohne große Wirkung bereits mehr als 300 Milliarden Dollar Schulden gemacht hat. Ein grundlegender Kurswechsel ist nötig.“ Er fordert die Abschaffung der kalten Progression und die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel sowie der Steuern auf Kraftstoff und Strom.

Kritik kam auch von CDU-Chef Friedrich Merz. Bundeskanzler Olaf Scholz habe darauf keine Antwort gegeben, sagte er dem Welt-Fernsehen. “Die Beschreibung der Situation ist keine Lösung des Problems.”

Scholz forderte in diesen Krisenzeiten weder mehr Kostendisziplin noch versuchte er, die Staatsverschuldung zu reduzieren. „Es hätte ein klares Signal geben müssen, dass es eine Korrektur auf der Ausgabenseite geben würde. Aber es hat dieses Signal nicht gegeben, im Gegenteil. Jeden Tag und jede Woche gibt es neue Vorschläge dieser Bundesregierung, wie man die Ausgaben gleichmäßig ausgibt.“ .mehr Geld“, sagte Merz.

Scholz sprach nach dem Treffen mit den Spitzenvertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften von einer Krise, die nicht in ein paar Monaten enden werde. Russlands Krieg in der Ukraine und durch die Pandemie unterbrochene Lieferketten sorgten für allgemeine Verunsicherung. „Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass sich an dieser Situation in absehbarer Zeit nichts ändert“, sagte Scholz. Ziel der Bundesregierung ist es, im Herbst die Ergebnisse der „Konzertierten Aktion“ vorzustellen.

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