Kritik an der Sloganwoche: Zürcher Schule praktiziert Geschlechteraustausch mit Kindern

Gepostet am 5. Juli 2022, 4:12 Uhr

Die Mottowoche an einer Schule in der Stadt Zürich sorgt für Kritik. Das Schulamt des Landkreises nimmt dazu Stellung.

von

Chantal Gisler

Seline Bietenhard

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Weil drei seiner Schüler positiv auf Corona getestet wurden, musste die gesamte Klasse von Grundschullehrer MH* in Quarantäne. (Symbolfoto)

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Sofort brachen zwei Kinder in Tränen aus. H. ist besorgt: “Ich mache mir große Sorgen um die psychische Gesundheit meiner Schüler.” (Symbolfoto)

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Der Professor ist überzeugt: „Der seelische Schaden durch Quarantäne und Maßnahmen ist enorm und muss in einem gesunden Verhältnis stehen.“ (Symbolfoto)

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Letzte Woche fand an einer Grundschule in der Stadt Zürich eine Mottowoche statt. Das Thema: Geschlechteraustausch. Eines Tages verkleideten sich die Mädchen als Jungen und umgekehrt. Laut einer Mutter folgte das Motto „Chicks and cool boys“ an einem anderen Tag. Für manche Eltern unverständlich. “Ich finde so etwas schwierig. Geschlechterklischees sind nicht so toll”, sagt eine Mutter. Auch auf Twitter wurde darüber debattiert. Während einige Nutzer das Vorgehen als „rückschrittlich“ bezeichnen und fordern, Kindern zu zeigen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, hält ein Elternteil es für verfrüht, queere Themen in der Grundschule anzusprechen. „Wie sollen Kinder damit umgehen und sich ‚normal‘ und ohne Druck entwickeln?“, fragt er.

Laut Gabriela Rothenfluh, Präsidentin des Bezirksschulamtes Waidberg, wünschten sich die Schüler des Klassenrates eine Themenwoche. Die betroffene Schule bietet ihren Kindern immer wieder die Möglichkeit, Schulfächer nach Lehrplan 21 spielerisch zu leben. Diese Tage werden oft als Mottowochen bezeichnet. «Es war der Wunsch der Kinder, dass sie jeden Tag nach einem Motto verkleidet in die Schule kommen könnten», sagt Rothenfluh. Die verschiedenen Themen wurden im Klassenrat diskutiert und von den Schülern vorgeschlagen. Alles war freiwillig, daher waren die Reaktionen der Kinder sehr positiv. Auch seitens der Eltern erhielt die Schulleitung keinerlei Kritik oder Fragen.

„Pädagogisch nicht sinnvoll“

Kinderpsychologe Felix Hof bezeichnet das Motto „Tussis und coole Jungs“ als problematisch: „Diese Wörter in diesem Zusammenhang zu verwenden, funktioniert überhaupt nicht. Pädagogisch macht es keinen Sinn. unter anderem.“ Er könne die Sorgen der Eltern nachvollziehen. Generell sei eine gute Vorbereitung bei solchen Projekten wichtig: „Das ist ein sehr sensibles Thema. Lehrer müssen die Kinder abholen und ihnen das Thema so erklären, dem “Alter” angemessen. Darüber hinaus sollten Eltern ein Mitspracherecht darüber haben, wann und wie Kinder mit diesen Problemen konfrontiert werden. „Bildung hängt von den Eltern ab. Das kann die Schule nicht selbst entscheiden“, sagt Hof.

Laut Beat Schwendimann vom Lehrerverband (LCH) führen viele Schulen Themenwochen durch. Das Motto des Geschlechteraustauschs ist ihm neu. Grundsätzlich ist das Thema „Gender und Gleichberechtigung“ Teil des Lehrplans 21. „Jede Schule entscheidet selbst, wie sie das Thema mit Kindern angeht“, sagt Schwendimann. «Wenn diese Themenwochen ohne Vorbereitung und Kontext gemacht werden, ist das problematisch», sagt Daniel Kachel vom Lehrerverband Zürich. „Aber wenn das Thema gut bewertet wird und Kinder ihre Gender-Investment-Erfahrungen verarbeiten und reflektieren können, kann das auch positiv sein.“

Werden Sie oder jemand, den Sie kennen, aufgrund der Geschlechtsidentität diskriminiert?

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