Krone: Fast jeder Zweite härtet die Maße aus

Deutschland BA.5 Welle

Nahezu sekündlich zum sofortigen Aushärten von Kronenmaßen

Stand: 09:06 | Lesezeit: 2 Minuten

“Die allermeisten dieser Maßnahmen sind nicht evaluierbar”

Die Corona-Maßnahmen greifen, aber nur bedingt: Zu diesem Ergebnis kommt der mit der Bewertung betraute Expertenausschuss im jetzt vorgelegten Bericht. Der Staatsrechtsexperte Professor Volker Böhme-Neßler sagt im WELT-Interview, dass die meisten Maßnahmen nicht evaluierbar seien.

Die Zahl der Infektionen steigt, die omicron-Variante BA.5 breitet sich noch weiter aus; Daher befürworten fast 50 Prozent der Deutschen strengere Corona-Maßnahmen. 43 Prozent lehnen sie jedoch ab. Die Haltung zu dieser Frage hat auch etwas mit dem Alter zu tun.

Angesichts steigender Infektionszahlen mit der Untervariante omicron BA.5 spricht sich fast ein Bundesbürger pro Sekunde für eine rasche Verhärtung von Kronenmaßnahmen aus. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ sind 49 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Corona-Regeln umgehend verschärft werden sollten.

43 Prozent sind derzeit gegen strengere Vorschriften. Die restlichen acht Prozent gaben eine unentschiedene Antwort auf die Frage „Sollen Ihrer Meinung nach die aktuellen Corona-Maßnahmen aufgrund der steigenden Infektionszahlen sofort verschärft werden?“

Unter den über 65-Jährigen fordern 62 Prozent der Befragten schnell strengere Kronenmaßnahmen. Mehr als die Hälfte der unter 50-Jährigen sind dagegen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach versprach Tempo bei der Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes. Im Frühjahr wurden die Rückstellungen drastisch reduziert und die geltende gesetzliche Grundlage läuft bundesweit am 23. September aus.

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„Das wird ein schwieriger Herbst, wir müssen uns darauf einstellen“, sagte der SPD-Politiker am Freitag den ARD-„Tagesthemen“. Er glaubt, “dass wir große Schwierigkeiten mit der BA.5-Variante haben werden, die sich jetzt hier erstreckt.” Sie rechnet mit sehr hohen Fallzahlen, was auch zu einer Überlastung der kritischen Infrastruktur führen könnte.

Eine Blockade wie zu Beginn der Pandemie schloss Lauterbach im „heute journal“ des ZDF aus: „Das würden wir nicht wiederholen.“ Aber es könnte sein, dass die eine oder andere Maßnahme wieder Sinn macht. Details wollte Lauterbach mit Verweis auf vertrauliche Verhandlungen mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) nicht nennen. Am Freitag hatten sie bereits ein anderthalbstündiges Gespräch begonnen. „Ich denke, wir werden schnell sein“, sagte Lauterbach. Ein gutes Infektionsschutzgesetz wird in den kommenden Wochen ausgearbeitet.

Auch der Deutsche Städtetag warnt vor Eile. „Die Ampel muss sich noch vor den Sommerferien einigen. Es sei zu spät, ein Gesetzgebungsverfahren für ein neues Herbstinfektionsschutzgesetz einzuleiten“, sagte Vorstandsvorsitzender Helmut Dedy der Mediengruppe Funke. Die Bundesregierung solle ermöglichen, dass „in Gefahrensituationen das Tragen einer Maske im Innenbereich verpflichtend ist“, forderte Dedy Auch Zugangsregeln für 2G / 3G gehören in den Werkzeugkasten.

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